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16. Deutsch-Französische Wanderwoche an der Côte d`Azur, Mai 2010

Insgesamt 50 Cannetaner und Königsteiner erlebten die beeindruckende Mittelmeerküste zu Fuß und per Boot bei Hyères, etwas östlich von Toulon gelegen, anlässlich der 16. deutsch-französischen Wanderwoche. Alte Freunde und auch neue Gesichter aus Le Cannet/Côte d’Azur (20 Teilnehmer), aus Königstein in Sachsen (6 Teilnehmer) und aus Königstein im Taunus (24 Teilnehmer) trafen sich wieder einmal, um die deutsch-französische Städtepartnerschaft durch gemeinsames Kennenlernen des Landes zu vertiefen. Sie wurden bei schönster Sonne, die die ganze Woche anhielt, vom Vorsitzenden des Cannetaner Partnerschaftsvereins, Francois Aigrot, und von dessen Ehrenvorsitzenden und Königsteiner Ehrenbürger, Gaston Fischesser, herzlich willkommen geheißen. Gaston Fischesser hatte in Abstimmung mit dem 2. Vorsitzenden des Königsteiner Förderkreises, Dr. Walther Sambeth, diese Wander- und Kulturwoche vorbereitet. Das Hotel von Vacances Bleues war sehr gut gewählt, mit allen üblichen Freizeiteinrichtungen versehen, direkt am Meer gelegen und teilweise von schattenspendenden Schirmpinien umgeben.

An vier Tagen wurde gewandert, die schönsten Küstenpfade, Sentiers littoraux, mit atemberaubenden Blicken auf Klippen, Meer und einsame Buchten sowie im Gebirge des Landesinneren, dem Massif des Maures mit Besuch eines wieder aufgebauten alten Klosters, der Chartreuse de la Verne, in tiefster Einsamkeit des Waldes als wiederbelebter geistlicher Ort gelegen. Auf der Bergeshöhe bot sich ein Rundblick von den schneebedeckten Gipfeln der Südalpen über das Esterelgebirge bis zur Bucht von St. Tropez. Drei sympathische und sehr kundige professionelle Wanderführer hatten die verschiedenen Touren ausgesucht und leiteten die drei Gruppen unterschiedlicher Anforderungsgrade bezüglich Höhenunterschieden und Länge der Wanderungen. So wurden Flora, Fauna, Geologie und Geschichte der Region anschaulich in häufigen Pausen erklärt und nahe gebracht. Insbesondere die Wanderungen auf der Halbinsel Giens und auf der unter Naturschutz stehenden Insel Port Cros waren Höhepunkte in der traumhaften Meereslandschaft unter südlicher Sonne, die von Inseln, wilden Klippen und Felsformationen sowie weiten Blicken auf Schiffe und Segelboote, aber auch von dichtem schattigem Unterholz der Garrigue geprägt sind.

In der Mitte der Woche wurde diese Landschaft vom Meer her erkundet. Der Partnerschaftsverein Le Cannet hatte eingeladen und einen Bus gechartert, der die Gruppe nach Cassis brachte. Von diesem pittoresken Hafenstädtchen aus ging es per Boot nach Westen Richtung Marseille, um die berühmten Calanques, die Steilküste mit den zahlreichen fjordartigen Einschnitten ins Kalkmassiv zu erkunden. Hoch aufragende und zerklüftete Felswände und kleine Buchten mit einsamen Stränden luden zum Bewundern und Verweilen ein. Letzteres war natürlich nur begrenzt möglich, zumal Fahrplan und bei einigen das doch recht bewegte Meer mit den über Bord kommenden Wellenspritzern eine baldige Hafenankunft empfahlen. Ein kurzes Bad im Meer, ein Rundgang im Hafen und eine Busrückfahrt durchs Hinterland beschlossen diesen außergewöhnlichen Tag. Genügend freie Zeit für eigene Entdeckungen blieb ganz nach eigenen Wünschen, um z.B. die Altstadt von Hyères zum Shopping zu erkunden oder kleine Ausflüge per Mietfahrrad oder Auto in die nähere Umgebung, wie nach Bormes les Mimosas oder Le Lavandou, zu unternehmen oder im Hause Wassergymnastik zu betreiben oder sich an Spielen zu beteiligen. Darüber hinaus wurden die täglichen Gespräche bei Tisch in wechselnder deutsch-französischer Zusammensetzung intensiv genutzt, um bestehende Freundschaften zu vertiefen, neue zu entwickeln oder sich einfach nur deutsch-französisch auszutauschen. Der reichlich zur Verfügung stehende Hauswein in rot und rosé war dem durchaus förderlich. Zwei große runde Geburtstage am selben Tag von Christine Hettrich und Helmut Heide führten unverhofft zu einem wunderbar stimmungsvollen abendlichen Aperitif für die ganze Gruppe im Garten und beförderten das große deutsch-französische Miteinander umso mehr.

So konnten der Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Reinhard Siepenkort, und sein Stellvertreter, Dr. Walther Sambeth, am letzten Abend bei einem Glas provenzalischen Vin d’Orange nur aus vollem Herzen ein großes Dankeschön an Gaston und Jacqueline Fischesser für diese rundum gelungene und einmalige Wander- und Kulturwoche „in einer der schönsten Landschaften Frankreichs und Europas“ abstatten. Diesem Dank schloss sich Maria Matzke , Vorsitzende des Freundeskreises der Städte Königstein in Königstein in Sachsen, herzlich gern und begeistert für ihre Delegation, darunter auch Bürgermeister a.D. Rudolf Maiwald, an. Im vorigen Jahr hatten sie nämlich die deutsch-französische Woche in der Sächsischen Schweiz organisiert und waren dieses Jahr von Gaston Fischesser an die Côte d’Azur eingeladen worden. Für die nächste Woche dieser Art, dann die 17., die wieder wie im Wechsel gewohnt in Deutschland stattfinden wird, wurde in Hyères bereits eingeladen. Zeitpunkt und Einzelheiten stehen natürlich noch nicht fest.

Dr. Reinhard Siepenkort, Vors.

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