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Pressespiegel


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Ein delikates Dreigestirn aus Südfrankreich

Taunus-Zeitung vom 31.10.2001

Veilchen, Enzian und Wildkräuter geben dem Laguiole seinen besonderen Geschmack. „Dieser Kuhmilchkäse aus der Auvergne ist in Frankreich ein echter Renner“, sagte Marie-Charlotte Siepenkort. „Schon im vierten Jahrhundert vor Christus hat Plinius der Ältere diesen Hartkäse, der vier Monate reifen muss, erwähnt.“ Siepenkort kennt sich aus in der Welt der Käsesorten. Fünf verschiedene Sorten, vom Rotschimmelkäse über Blauschimmelkäse bis hin zu gepresstem Hartkäse, hatte sie zur Wein- , Käse- und Olivenprobe mitgebracht, die dieser Tage im Restaurant des Hauses der Begegnung statt gefunden hat.

„Wir veranstalten diesen Abend zum siebten Mal“, erklärte Dr. Reinhard Siepenkort, der Vorsitzende des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein – Le Cannet. „Und die Resonanz wächst von Jahr zu Jahr, dieses Mal hatten wir schon 70 Anmeldungen“, freute sich Siepenkort. Der leckere Dreiklang aus Wein, Mittelmeer-Oliven und Käse steht unter dem Motto „Kulinarische Wege nach Le Cannet.“ „Wir arbeiten uns von Jahr zu Jahr durch die verschiedenen Regionen Frankreichs bis nach Le Cannet und machen natürlich auch mal ein paar Umwege, wie im vergangenen Jahr, wo wir die kulinarischen Reize des Bordeaux erkundet haben“, so der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. „Dieses Mal widmen wir uns dem Languedoc-Roussillon in Südfrankreich.“ Reinhard Siepenkort hatte für den besonderen Abend sieben Rotweine zum Kosten zusammengestellt. „Wir wollen den Teilnehmern unserer Wein- und Käseprobe das Land in seiner Vielfalt der Sorten näher bringen. Und vielleicht können wir ja den ein oder anderen für unseren Förderkreis als Mitglied gewinnen“, sagte er. „Aber unsere kulinarische Reise durch die Vielfalt der Wein- , Käse- und Olivensorten soll natürlich auch Lust machen, die Region in Frankreich selbst zu erkunden.“ Er servierte als besonderen Tropfen einen Château Pech-Celeyran La Clape, Jahrgang 1999. „Dieser Wein wächst direkt am Meer auf einer Kreidefelseninsel“, erklärte der Kenner.

Seine Frau Marie-Charlotte Siepenkort hatte dazu fünf Käsesorten ausgewählt, die allesamt Klassiker sind, wie sie berichtete. „Von unserer Reise ins Burgund habe ich auf dem Markt einen Chaource mitgebracht, einen frischen, cremigen Käse mit Weißschimmelrinde, der wie Schnee auf der Zunge schmilzt“, charakterisierte sie den ersten Leckerbissen. „An frischgemahlene Nüsse erinnert das Aroma des Chabichou du Poitou, ein Ziegenmilchkäse, den wir ebenfalls testen“, erklärte sie. Käse und Wein, da fehlen nur noch die Oliven und schon ist das klassische Dreigestirn gallischer Küche komplett. „Schließlich gehören Wein, Käse und Oliven zu den ältesten Nahrungsmitteln der Welt“, so Hannelore Brill.
Die Olivenexpertin des Städtepartnerschaftsvereins hatte drei Sorten mit gebracht. „Dieses Mal ist nur eine aus Frankreich, die anderen stammen aus Griechenland und Italien“, erzählte Brill. „Insgesamt gibt es allein in Frankreich 50 verschiedene Olivenarten“, berichtete sie. Vom südlichen Peleponnes stammt die schwarze Kalamata-Olive. „Eine reine Speiseolive ist die Gigante Di Spagna, eine grüne Olive, die in der italienischen Region Apulien in der Nähe von Bari angebaut wird“, erklärte sie. „Diese Olive zeichnet sich durch ihre Größe aus.“ Zwei Sorten der französischen Calletier-Olive rundeten ihr Sortiment ab: Die Besucher konnten die vollreifen, am Baum getrockneten Oliven ebenso kosten wie diejenigen, die in Zitronenschale konserviert werden. „Die Calletier-Olive ist die typische Olive für den Salade Niçoise, den Nizza-Salat“, verriet Hannelore Brill.

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