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Pressespiegel


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Förderkreis der Städtepartnerschaft ist für Jubiläum gut gerüstet

Königsteiner Woche vom 14.03.2002

Seit 30 Jahren besteht nun die Städtepartnerschaft zwischen Le Cannet und Königstein. Es versteht sich von selbst, dass dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden muss. Auch die diesjährige Jahreshauptversammlung des Förderkreises der Städtepartnerschaft e.V. Königstein im Taunus stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Feierlichkeiten.
Anfangs sei zu erwähnen, dass es sich bei den Jahreshauptversammlungen des Förderkreises nicht um langwierige und ungemütliche Debatten handelt. Eigentlich treten die Berichte des 1. Vorsitzenden und der Kassiererin fast in den Hintergrund, denn es ist Tradition, dass den Gästen kulinarische Köstlichkeiten in fester sowie flüssiger Form aus Frankreich zur besseren Verdauung des Vereinsgeschehens gereicht werden. In diesem Jahr servierte der Verein seinen Mitgliedern Elsässer Flammekuchen und Elsässer Gugelhupf. Außerdem konnte vom Partnerschaftswein gekostet werden. Doch bei all der gelockerten Stimmung durfte die Ernsthaftigkeit nicht verloren gehen. 1. Vorsitzender Dr. Reinhard Siepenkort begrüßte alle Anwesenden, darunter auch den Bürgermeister Königsteins, Siegfried Fricke, nebst Gattin. Auch einige Mitglieder aus anderen Vereinen Königsteins waren zugegen.
Siepenkort begann seinen Jahresbericht 2001 mit der Verlesung der Mitgliederzahlen. Er präsentierte einen Querschnitt der Altersstruktur des Vereins, der ausweist, dass 42 Prozent der Mitglieder über 60 Jahre alt sind. Der Verein benötigt also dringend Nachwuchs. Auch im vergangenen Jahr konnte der Förderkreis ein vielfältiges Angebot präsentieren. Besonders erfolgreich waren die Französischsprachkurse. Der Verein bietet neben einem Anfängerkurs auch einen speziellen Konversationskurs an. Für Mitglieder des Vereins ist die Teilnahme an den Kursen kostenlos.
Natürlich gab es im vergangenen Jahr auch genügend Möglichkeiten, das erlernte Wissen im „Ernstfall“ zu erproben. Angefangen mit der deutsch-französischen Wanderwoche über eine Nord-Burgundreise bis hin zu Aktionen in der Heimat, wie zum Beispiel dem Lavendelfest und dem Burgfestumzug, leisteten die Mitglieder einen wichtigen Teil zur Völkerverständigung.
Außerdem ist der Förderkreis der Städtepartnerschaft ein beliebtes Sprungbrett, um an ein Auslandspraktikum zu gelangen. So konnten im vergangenen Jahr zwei junge Frauen den Sommer in Le Cannet verbringen. „Wir bitten darum, dass Anfragen möglichst ein Dreivierteljahr im Voraus an uns gerichtet werden, da gerade für den Sommer großer Andrang herrscht“, erklärte Siepenkort.
In finanzieller Hinsicht gibt es auch keine Klagen. Die Kassiererin Bettina Brüske beschrieb das Jahr 2001 als Sparjahr. Alle Veranstaltungen wären darauf ausgelegt gewesen, keine großen Kosten zu verursachen oder sogar, wenn möglich, einen kleinen Gewinn zu erzielen.
Als besonders erfolgreich hatte sich der Weihnachtsmarktstand erwiesen, der, dank des großen Glühweinabsatzes, etwa 650 Euro Gewinn einbrachte. Nach dem vergangenen Jahr verfügt der Verein nun über ein Guthaben von ca. 16.000 Euro. Dies wäre auch bitter nötig, da bekanntlich das Jubiläum vor der Tür stehe. „Da ist es gut, etwas Holz vor der Hütte zu haben“, ergänzte Siepenkort.
Wahrlich wird einiges zu bezahlen sein, denn die Feierlichkeiten zwischen dem 11. und 20. Mai unter dem Motto „Deutsch-französische Bürgerbegegnung: Europa – Zukunft mit Vergangenheit“ versprechen spannend, aber auch sehr aufwändig in organisatorischer und finanzieller Hinsicht zu werden. Neben einigen Empfängen fallen unter den einzelnen Terminen besonders ein Vortrag des Referenten Mario Becker, Universitätsdozent Frankfurt und Pädagogischer Beauftragter des Saalburgmuseums Bad Homburg v.d.H., mit dem bereits erwähnten Motto, sowie die Romantische Königsteiner Maiennacht in der Villa Borgnis ins Auge.
Doch dies ist noch nicht das gesamte Programm des Förderkreises für dieses Jahr. Geplant sind unter anderem auch weitere Reisen und die Teilnahme am Burgfestumzug und am Weihnachtsmarkt.

 

 

 

 

 

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