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Pressespiegel


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Zum Jubiläum ist der Brunnen bestimmt über den Berg

Königsteiner Woche vom 11.04.2002

Dass er so munter vor sich hin sprudelt ist ein gutes Zeichen – und dennoch ist so manchem Spaziergänger in der Limburger Straße nicht entgangen, dass der dort aufgestellte „Le-Cannet-Brunnen“ an der Oberkante zu bröckeln scheint. Dr. Reinhard Siepenkort, Vorsitzender des Förderkreises Städtepartnerschaft Le Cannet – Königstein, gibt Entwarnung. Man ist sich des Problems bewusst und hat sich bereits vor einiger Zeit mit dem städtischen Bauamt in Verbindung gesetzt. Ergebnis: typische Frostschäden sind die Ursache.
Der Brunnen aus südfranzösischem Stein war ein Geschenk der Partnerstadt zum 25-jährigen Bestehen der Verbindung mit Königstein. Das war vor fünf Jahren. Und vom 11. bis 17. Mai gibt es für die Mitglieder des Förderkreises und eigentlich für alle Königsteiner einen erneuten Grund zum Feiern: das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft. Und bis dahin sollte der Brunnen auch wieder in Ordnung gebracht worden sein, meint Dr. Siepenkort, der die Osterfeiertage bereits für einen Besuch in Le Cannet genutzt hat, denn es gibt viel vorzubereiten. Gleichwohl man eigentlich vorgehabt habe, das „30-Jährige“ nicht ganz so groß zu feiern wie vor fünf Jahren. Und doch verspricht das Programm so abwechslungsreich zu werden wie der seit Jahren stattfindende Austausch der Nationen. Eingeleitet wird das Ganze durch eine Wanderwoche im Breisgau. 20 Cannetaner und 20 Königsteiner wandern gemeinsam im Südschwarzwald und Kaiserstuhl.
Zu den Feierlichkeiten werden etwa 150 französische Gäste erwartet. Dr. Siepenkort hofft, unter ihnen auch die Bürgermeisterin von Le Cannet, Michele Tabarot, begrüßen zu dürfen. Denn diese befindet sich zur Zeit im Wahlkampf und ihr Terminkalender ist daher entsprechend voll. Für die Unterbringung der Gäste werden noch Privatquartiere gesucht. Königsteiner, die gerne Gastgeber sein möchten, können sich bei Dr. Siepenkort unter Telefon 06174/5906 melden.
Den Auftakt der Jubiläums-Begegnungen macht ein Empfang für die Gäste am 17. Mai, 19 Uhr, im Restaurant des Hauses der Begegnung. Zentrale Programmpunkte werden dann am darauf folgenden Tag präsentiert. Um 16 Uhr wird ins katholische Gemeindezentrum eingeladen. Mario Becker, Pädagogischer Beauftragter des Saalburgmuseums, wird über „Europa – Zukunft mit Vergangenheit“ referieren. Dr. Siepenkort sieht darin eine gute Möglichkeit, Aktualität und Geschichte miteinander zu verbinden. Denn immerhin wird selbst Referent Becker die These aufstellen, dass die Gründe für die Einführung des Euro bis in die Römerzeit zurückreichen. Daran wird sich um 17 Uhr im Rathaus im Burgweg eine Diskussion anschließen. Und auch eine Führung durch das neue Domizil der Stadtverwaltung ist geplant. Um 19 Uhr wird schließlich zur „Romantischen Königsteiner Maiennacht“ ins und rund ums Kurhaus eingeladen. Angedacht ist dies als Begegnung der Bürger beider Partnerstädte. „Es soll ein kleines, romantisches Fest werden, auf dem man singen und tanzen kann und mit einer Überraschung zum Schluss“, avisiert der Vereinsvorsitzende.
Und dort, wo sonst die Schachfiguren auf dem großen Brett vor dem Kurhaus geschoben werden, wird eine kleine Bühne aufgebaut. Anhand von verschiedenen Darbietungen will man auch den französischen Gästen deutsche Romantik und somit auch Volkslieder näherbringen. Laut Dr. Siepenkort werde Carsten Brauns, Pächter des Kurhauses, die Bewirtung übernehmen.
Am Sonntag, 19. Mai, 10.30 Uhr, wird es eine Totenehrung am Denkmal in der Hubert-Faßbender-Anlage geben. Um 11 Uhr wird zum Gottesdienst in St. Marien eingeladen, der auch vom Kirchenchor mitgestaltet werden soll. Und um 12 Uhr ist schließlich seine große Stunde gekommen: der Le-Cannet-Brunnen in der Limburger Straße wird im Mittelpunkt eines Frühschoppens mit Imbiss stehen. Hierbei erhält der Förderkreis Unterstützung sowohl von den Vereinen als auch vom Restaurant Hermis.
Eine Stunde nach dem Besuch des Saalburgmuseums um 16 Uhr wollen Königsteiner und Cannetaner gemeinsam den Hessenpark besuchen und nebst Vorführungen auch ein abschließendes Abendessen in der großen Scheune genießen.

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