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Pressespiegel


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Auf kulinarischer Entdeckungsreise nach Le Cannet

Königsteiner Woche vom 21.11.2002

Unter dem Motto „Wege nach Le Cannet“ wurde im Rahmen einer Wein-, Käse und Olivenprobe am vergangenen Freitag das Elsass einmal genauer unter die Lupe genommen. Führer auf dieser kulinarischen Reise ins Elsass waren für die Weine Dr. Reinhard Siepenkort, für den Käse Marie-Charlotte Siepenkort und für die Oliven Hannelore Brill, die selbst einen Olivenhain bei Nizza besitzt.
Man beginnt mit einem 2001er Pinot Blanc, Appellation Alsace Controlée, Winzerverein Ingersheim (Haut Rhin), und lernt gleich etwas über das Prädikat „Appellation Controlée“ (A.C.). Die in Frankreich 1935 eingeführte und staatlich überwachte Bezeichnung garantiert die Herkunft eines Weines aus einem ganz bestimmten Gebiet, aber auch die vorgeschriebene Verwendung einer oder mehrerer ganz bestimmter Traubensorten, die Einhaltung der gleichfalls vorgeschriebenen Pflege (z. B. Schnitt und Düngung), die Ernte des Weins zu einem bestimmten Zeitpunkt und bestimmt auch den Umfang der Bepflanzung der einzelnen Weinberge.
Von dem Weinspezialisten Siepenkort erfah-ren die Anwesenden Wesentliches über jeden der insgesamt sieben Weine, die in geselliger Runde verkostet wurden. Anders als im Rest Frankreichs werden die Weine, übrigens fast ausschließlich Weißweine, nach ihren Rebsorten genannt. A.C.-Qualitätsweine werden aus Rebsorten wie Sylvaner gewonnen, oder Pinot Blanc, auch Klevner genannt, aus dem einige feine Tischweine entstehen, die mild und süffig sind. Pinot Blanc und Chasselas ergeben mit anderen weißen Sorten eine berühmte Elsässer Spezialität, den Edelzwicker.
Der Riesling, der an diesem Abend gleich in drei verschiedenen Variationen verkostet wurde, ist ein feiner, fruchtiger, eleganter Wein, der oft körperreicher als in Deutschland ist, da er im Elsass einen höheren Alkoholgehalt hat. Auch der im Elsass häufig servierte Gewurztraminer kam im Haus der Begegnung zum Einsatz. Zum ersten Wein wurden Koroneiki-Oliven aus Kreta gereicht, später gab es dann die ebenfalls grünen Picaul-Oliven aus Murcia und pflaumengroße, weiche Sant-Agostini-Oliven aus Apulien. Von Hannelore Brill er-fuhren die Gäste, dass der Olivenbaum eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt ist und bereits im alten Testament erwähnt wurde. Das südfranzösische Olivenöl gilt unter Gourmets als besonders hochwertig.
Soumaintrain – allein der Name zergeht schon auf der Zunge, noch mehr aber der Kuhmilchkäse aus dem Burgund, der ihn trägt. Die würzige Rinde ist das Markenzei-chen dieses hervorragenden Käses. Um den einzigartigen Geschmack zu erzielen, wurde er mit Trester des hochprozentigen „Mar de Bourgogne“ gewaschen. Auch beim Käse gibt es das Prädikat „Appellation Controllée“ und nur 30 französische Käse tragen es – drei davon durften an diesem Abend probiert werden: der Reblochon aus dem Hoch-Savoyen, der Munster-Fermier aus dem Elsass und der Fourme D’Ambert aus der Auvergne.
Nach dem anregenden Schlemmerabend wird der Stand auf dem Weihnachtsmarkt mit südfranzösischen Produkten wie Rotwein, Olivenölen und Zitronenwein vom 6. bis 8. Dezember die nächste Aktivität des Förderkreises der Städtepartnerschaft mit Le Cannet-Rocheville. Als letzte Aktivität in diesem Jahr steht eine ganz besondere Wanderung, geführt von Dr. Manfred Brill, an: die „Orgelwanderung“ am 12. Dezember wird vom Treffpunkt St. Marien in der Kernstadt über die Falkensteiner Christkönig-Kirche nach Schneidhain, St. Johannes der Täufer, wieder zurück zur St.-Angela-Schule führen. Jede Station wird durch ein Orgelkonzert gekrönt. Im nächsten Jahr freuen sich die Mitglieder und Freunde des Vereins schon besonders auf die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum in Le Cannet, die über Pfingsten stattfinden werden. Frankophile, die an der Fahrt teilnehmen wollen, können sich bei Dr. Walther Sambeth unter der Telefonnummer 06174/5609 melden.

 

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