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Pressespiegel


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Auf Schusters Rappen durch das Najac

Taunus-Zeitung vom 10.07.2003

Französische Lebenskultur, einsame Landschaften und hochsommerliche Temperaturen genossen 30 Königsteiner und 25 Cannetaner dieser Tage im Rahmen einer deutsch-französischen Wanderwoche. Es war die zehnte Veranstaltung dieser Art, zu der die Komitees der beiden Partnerstädte, Königstein und Le Cannet, eingeladen hatten.

Vier Tage lang durchquerte die Gruppe im Anschluss an die Feiern zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft das dünn besiedelte, aber geschichtsträchtige Departement Najac.

Die Wanderer bewältigten zunächst per Auto eine gut 550 Kilometer lange Strecke quer durch Südfrankreich von Le Cannet nach Najac, das nordöstlich von Toulouse an einer Flussschleife des Aveyron liegt. Ein Höhepunkt war für die Gruppe der nachmittägliche Empfang mit Brot und Wein beim 87-jährigen Bürgermeister von Najac, des am längsten im Amt befindlichen Mandatsträgers Frankreichs. Schon seit 1945 übt er sein Amt aus. Einige der Wanderungen wurden wegen der ungewöhnlichen Juni-Hitze verkürzt oder unter der sympathisch-fachkundigen Führung von Claude, Mitarbeiter des Feriendorfs, in den schattigen und kühleren Wald verlegt. Beim Besuch in Villefranche-de-Rouergue hatte es der Gruppe vor allem das schönste Karthäuser-Kloster Frankreichs, die Chartreuse St. Sauveur, angetan. Ein weiteres Ausflugsziel, das Städtchen Cordes-sur-Ciel, thront auf einem Berggipfel, hat einen großen Marktplatz mit Markthalle aus dem 14. Jahrhundert und viele gotische Häuser, die vom Reichtum vergangener Tage zeugen. Nicht minder interessant: die Stadt Albi, deren Silhouette mit der riesigen Backsteinkathedrale bleibende Eindrücke hinterließ. Die letzte Wanderung ging nach Caylus. Auf den Spuren der mittelalterlichen Pilger nach Santiago de Compostella schaffte es Mitwanderer und Organist Dr. Manfred Brill in der nahe gelegenen Wallfahrtskirche, die Orgel in Gang zu setzen und für die Gruppe zu spielen. Im kommenden Jahr wird die deutsch-französische Wanderwoche ihre Neuauflage finden. Dann wird sie wieder vom Königsteiner Komitee organisiert. (sj)

 

 

 

 

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