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Pressespiegel


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Das Aroma des Südens im tristen November

Taunus-Zeitung vom 17.11.2003

Funkelnder roter Wein in den Gläsern, großer und kleiner Käse, appetitlich auf Holzbrettern dekoriert, glänzende Oliven in großen Schalen – während draußen der November mit Kälte, Regen und Nebel alle Register zog, hielt im Haus der Begegnung am Freitagabend ein Stück sonniger Süden Einzug. Der Förderkreis der Städtepartnerschaft Königstein-Le Cannet hatte zu seiner traditionellen Wein-, Käse- und Olivenprobe unter dem Motto "Wege nach Le Cannet" eingeladen. Rund 80 Besucher hatten sich eingefunden. Auf sie warteten edle rote Tropfen, aromatische – teils auf Kastanienblättern servierte – Käsespezialitäten und ausgesuchte Oliven in verschiedenen Varianten.

Vor allem einige der südfranzösischen Rotweine wie Marcillac und Domaine Rotier brachten für einige der Gäste Sommererinnerungen zurück. Die edlen Tropfen stammen nämlich aus dem Departement Aveyron, in dem die diesjährige deutsch-französische Wanderwoche stattfand. So waren die "Wege nach Le Cannet" in diesem Jahr auch Wanderwege, auf die Dr. Reinhard Siepenkort, Vorsitzender des Förderkreises, die Besucher noch einmal mitnahm. Kurzweilig entführte er seine Gäste in die Welt der französischen Winzer und gab Erläuterungen über Herkunft und Rebsorten der einzelnen Weine. Nicht weniger geschätzt war das der angebotenen Käsesorten, die Marie-Charlotte Siepenkort auf die Weine abgestimmt hatte. So genossen die Gäste begeistert etwa einen Vacherin Mont d'Or, einen Käse, der nur im Winterhalbjahr produziert wird, Edelschimmelkäse und Ziegenfrischkäse.

Wie bei den Weinen Wissenswertes rund um die Trauben aus Süd- und Südwestfrankreich, so gab es als "Beilage" zum Käse jeweils kleine Exkursionen in die Tradition der Herstellung der französischen Sorten. Dass auch Oliven eine Vielfalt an Aroma und Geschmack aufweisen können, zeigte sich an der Auswahl, die Hannelore Brill für den Abend getroffen hatte. Selbst seit einigen Jahren stolze Besitzerin eines französischen Hains, bot sie dem Gaumen der Gäste grüne Oliven aus Apulien, schwarze Früchte aus dem nördlichsten Bestand Frankreichs und eine Probe der eigenen Ernte, die sie nach altem Rezept mit Thymian und anderen Kräutern eingelegt hatte. Wissenswertes rund um das Olivenöl vermittelte sie den Besuchern in einem kleinen Vortrag.

"Das ist Frankreichkunde für Körper, Geist und Seele", freute sich ein Königsteiner Teilnehmer. Mit Blick aus dem Fenster ergänzte er mit einem Schmunzeln: "Und den Regen nehmen wir als Meeresrauschen."

 

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