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Pressespiegel


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Förderkreis kocht französisch

Taunus-Zeitung vom 08.06.2004

Königstein. Ein zarter Geruch von Knoblauch und Sellerie lag in der Luft. Man brauchte nur seiner Nase zu folgen, um die Mitglieder des Förderkreises Königstein - Le Cannet beim geschäftigen Werkeln in der Küche der St.-Angela-Schule zu finden. Am Freitag konnten zwölf Hobbyköche des Vereins viele weitere Mitglieder von ihrem geübten Umgang mit Kochlöffel und Schneidemesser überzeugen und luden sie zu einem köstlichen Fünf-Gänge-Menü ein. Damit setzten sie eine Tradition fort, die vor sechs Jahren ins Leben gerufen wurde. «Mittlerweile sind wir schon richtige Profis geworden», meinte Marie-Charlotte Siepenkort, während sie den Brie für die Blätterteigküchlein anrührte.

So brach in der Küche auch kein Chaos aus, als die Hobbyköche bereits am Nachmittag ihre Zutaten in der Schulküche auspackten. Vielmehr ging ein geübter Handgriff in den nächsten über. Hier wurden Eier, Weißwein und Gelatine zu einer Orangencreme verrührt, dort wurde ein Hefeteig ausgerollt, der anschließend mit Brokkoli und Blumenkohl zur «Tarte Du Village», dem Gemüsekuchen, zusammengerollt wurde. Viel zu schneiden gab es vor allem mit den frischen Möhren, Champignons und Tomaten, die für den provenzalischen Lammtopf benötigt wurden. «Wir haben schon tüchtig geweint», lachte Maria-Charlotte Siepenkort und zeigte auf eine große Schüssel mit klein geschnittenen Zwiebeln. Die Rezepte für das schmackhafte Menü haben die Hobbyköche direkt aus der französischen Partnerstadt bekommen. «Natürlich variieren wir auch einiges und bringen unsere eigenen Kreationen in die Rezepte mit ein», erzählte Harald Gruppe, der mit der Zubereitung des Lammtopfes beschäftigt war.

Elf Küchenfeen und ein Zauberer am Topf

Er war der einzige männliche Koch unter den vielen Küchenfeen, fühlte sich in dieser Rolle jedoch sichtlich wohl, zumal Gruppe auch privat öfter am Herd zu finden ist. Nach einigen anstrengenden, aber dennoch lustigen Stunden, als das Essen fröhlich vor sich hinbrodelte, konnten die rund 30 eingeladenen Gäste des Vereins den Genuss kaum mehr abwarten. «Schade, dass nicht die gesamten Vereinsmitglieder unser Menü kosten können, doch bei der benötigten Menge wären wir wohl den ganzen Tag in der Küche zu Gange», meinte Marie-Charlotte Siepenkort.

Bevor es ans Essen ging, klirrten die Weingläser fröhlich aneinander, als sich die Gäste an den mit Stiefmütterchen und Zitronen schön dekorierten Tisch setzten.

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