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Pressespiegel


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Auf kulinarischen Wegen nach Le Cannet

Taunus-Zeitung vom 23.11.2004

Wenn Gaumen auf Reisen gehen, können sie einiges erleben – vor allem dann, wenn der Förderkreis der Städtepartnerschaft Königstein-Le Cannet als Reiseveranstalter fungiert. Bereits zum zehnten Mal hatte der Förderkreis jetzt unter dem Motto «Kulinarische Wege nach Le Cannet» zu einer Wein-, Käse- und Olivenprobe ins Haus der Begegnung eingeladen. Und wie in den Vorjahren, waren auch dieses Mal wieder zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins mit auf die lukullische Wallfahrt ins linksrheinische Nachbarland gegangen. «Wir suchen uns immer eine andere Region heraus, um Frankreich in seiner Vielfältigkeit kennen zu lernen», erklärte Dr. Reinhard Siepenkort, der Vorsitzende des Förderkreises. Ziel der jüngsten Gaumenreise war der Südwesten Frankreichs und dort die Gegend «Entre-deux-mers», ein Weinanbaugebiet zwischen den beiden Flüssen Dordogne und Garonne.
«Von dort kommen sehr bekömmliche, trockene Weißweine», unterstrich Siepenkort. Doch auch die Liebhaber von Rotweinen kamen beim «Chateau La Renaudie» oder «Chateau Peyrou» auf vorzüglichste Weise auf ihre Kosten. Neben den Weinen stand der Käse im kulinarischen Mittelpunkt des Abends. «Wir haben vor allem darauf geachtet, dass der Käse mit dem Prädikat ’kontrollierte Herkunftsauszeichnung’ versehen ist», berichtete Marie Charlotte Siepenkort. Passend zum Weißwein wurde als Entrée ein traditioneller Rohmilchkäse aus Ziegenmilch gereicht, der sich durch einen cremigen, leicht nussigen Geschmack auszeichnete. Eine kräftig-würzige Note hinterließ «Le Fougérus» auf der Zunge – ein Weißschimmelkäse aus Kuhmilch mit einem großen Farnblatt, das auf der Rinde zu sehen war. Mit Staunen nahmen die Gäste zur Kenntnis, dass es über 90 Olivensorten gibt, die in verschiedenen Regionen Frankreichs gezüchtet werden. Dabei erhalten die Oliven ihre Farbe je nach Dauer der Reifezeit. «Werden Oliven im September geerntet, sind sie grün. Können sie bis in den Dezember hinein reifen, nehmen sie eine schwarze Farbe an», erklärte Vereinsmitglied Hannelore Brill. Diese hätten im Gegensatz zu den geschmacksneutralen Cocktailoliven einen um zehn Prozent höheren Ölgehalt und würden sich durch einen intensiveren Geschmack auszeichnen. An der «Lucques-Olive» oder der «Picholine-Olive» konnten die 70 Gäste des Förderkreises gleich selbst die Probe aufs Exempel machen.

 

 

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