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Pressespiegel


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Choreografie mit Cowboyhüten

Taunus-Zeitung vom 21.10.2006

Fünf Tänzerinnen aus Königstein sind für einen Auftritt in die südfranzösische Partnerstadt Le Cannet gereist. TZ-Mitarbeiterin Sabine Henrichs begleitet sie und berichtet aktuell, was die jungen Mädchen in dem mondänen Badeort an der Côte d’Azur erleben.

Königstein / Le Cannet. Noch haben sie von der französischen Partnerstadt nicht allzu viel gesehen, außer einigen Sporthallen und Gemeindezentren. Doch schließlich möchten sie Königstein in einem glänzenden Licht präsentieren, wenn heute Abend alle Scheinwerfer auf sie gerichtet sind. Seit zwei Tagen bereiten sich fünf Jugendliche aus Königstein in der französischen Partnerstadt Le Cannet auf die große Tanzshow vor, die heute Abend im Rahmen des Bierfests im Palestre stattfindet.
Nachdem Martine, Amy, Janina, Juliane und Carolin zusammen mit Sabine Schmid und Herbert Schueffl von der Tanzschule Kratz am Mittwoch an der Côte d'Azur gelandet sind, stand für die Tänzerinnen an den folgenden zwei Tagen statt Sightseeing ein anstrengendes Training auf dem Programm: Acht Stunden Tanzen täglich. Das schlauchte die Mädchen so sehr, dass sie abends gar keine Lust mehr auf Party hatten. „Wir lagen um 10 Uhr im Bett“, erzählte Martine.

Außer einem eigenen Jazztanz präsentieren die fünf bei der Tanzshow, bei der auch die Mitglieder des Förderkreises der Städtepartnerschaft zuschauen werden, auch eine gemeinsame Choreografie mit fünf französischen Tänzerinnen. Während die Französinnen den Tanz zur Musik von Madonnas „Vogue“ und dem Ohrwurm „Cotton Eye Joe“ in den vergangenen Wochen in aller Ruhe einstudieren konnten, blieb für die Königsteinerinnen lediglich knapp zwei Tage Zeit. Oftmals waren die verschiedenen Schrittkombinationen und Bewegungen nicht das eigentliche Problem während des Trainings mit Choreografin Sandrine. „Oft ist nicht leicht zu verstehen, was Sandrine uns beizubringen versucht. Keine von uns versteht gut Französisch“, erzählt Amy. Daher musste ab und an in die englische Sprache gewechselt werden, so dass oftmals ein lustiges Kauderwelsch der Sprachen durch die Sporthallen tönte.

Doch die Sprache des Tanzes scheint universell zu sein. Nach und nach fügten sich die einzelnen Bewegungen zu einer raffinierten Choreografie zusammen, die stets ein Tanzpaar aus Deutschland und Frankreich miteinander verbindet. Das Schwierige am Training war allerdings nicht nur die kurze Zeit, die den Jugendlichen zum Einstudieren zur Verfügung stand. Zunächst wurden die Königsteinerinnen allein von Sandrine trainiert, weil die jeweiligen Partnerinnen fehlten. Erst am Abend stießen die Französinnen dazu und komplettierten den Tanz. Dabei waren hier und da einige Unterschiede zwischen den deutschen und französischen Tänzerinnen zu sehen. „Die Französinnen haben ein größeres Körpergefühl als wir. Dafür haben sie mit Ballett- und Tanzstunden bis zu fünf Mal die Woche auch ein größeres Trainingspensum“, berichtet Martine.

Während sie von Le Cannet selbst bislang kaum etwas gesehen hatten, lernten die jungen Tänzerinnen aber bereits die Gastfreundschaft der Franzosen kennen. Untergebracht sind sie im Haus von François Aigrot, dem Vorsitzenden des dortigen Partnerschaftsvereins. „Alle sind total nett und kümmern sich um uns“, so die Truppe. Und morgen haben die Königsteinerinnen dann Zeit, sich die Partnerstadt genauer zu betrachten und auch über die berühmte Croisette in Cannes zu flanieren.

 

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