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Pressespiegel


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Tanzshow läutet großes Bierfest in der französischen Partnerstadt ein

Taunus-Zeitung vom 24.10.2006

Fünf Tänzerinnen aus Königstein sind für einen Auftritt in die südfranzösische Partnerstadt Le Cannet gereist. TZ-Mitarbeiterin Sabine Henrichs hat sie begleitet und berichtet, was die jungen Mädchen in dem mondänen Badeort an der Côte d’Azur erlebt haben.

Königstein/Le Cannet. Wenn man es nicht besser gewusst hätte, man hätte den Eindruck gehabt, auf dem Münchner Oktoberfest zu feiern. Stimmungsschlager wie „Rosamunde“, „Anton aus Tirol“ und „Schnaps, das war sein letztes Wort“ hallten durch den Saal, gespielt von einer französischen Band in bayerischer Tracht. Was bei der Königsteiner Delegation für verwundertes und staunendes Augenreiben sorgte, begeisterte die Bürger aus der französischen Partnerstadt Le Cannet.
Zünftig ging es zu beim großen „Fête de la Bière“ (Bierfest) am vergangenen Samstag in Le Cannet. Es war nicht nur der absolute Höhepunkt des Aufenthalts der fünf Königsteiner Jugendlichen der Tanzschule Kratz. Vor allem wurde der Abend zu einem großen Wiedersehen der Mitglieder des Förderkreises der Städtepartnerschaft mit den französischen Freunden. Es wurde umarmt, geküsst und die Neuigkeiten seit dem letzten Treffen im April dieses Jahres in Königstein ausgetauscht. Reinhard Siepenkort, Vorsitzender des Förderkreises der Städtepartnerschaft, war erst an diesem Samstag mit seiner Frau Marie-Charlotte an die Côte d’Azur gereist und freute sich, seinen Amtskollegen François Aigrot zu sehen. „Bei den Treffen geht es immer sehr herzlich zu“, erzählte Siepenkort, bevor er die Bürgermeisterin von Le Cannet, Michèle Tabarot, begrüßte. Die sympathische junge Frau ist zugleich Abgeordnete der Nationalversammlung in Paris. Trotz ihres vollen Terminkalenders hatte sie es sich nicht nehmen lassen beim Bierfest mitzufeiern. „Es unterstreicht die langjährige Freundschaft zu Le Cannet“, freute sich Siepenkort.

Auch für die fünf Königsteinerinnen Tänzerinnen Martine, Amy, Juliane, Caroline und Janina wurde das Bierfest zu einem besonderen Abend. Mit großem Engagement hatten sie auf die Veranstaltung, die mit einer Tanzshow begann, hintrainiert. Nun sollten die Ergebnisse der vorangegangenen anstrengenden drei Tage endlich dem Publikum präsentiert werden. Aufregung hatte sich bei den Jugendlichen breit gemacht, als sie vor rund 450 Gästen im großen Saal des Palestre auf die Bühne traten. Die Eröffnung der Tanzshow lag nämlich in ihren Händen. Doch mit einer schwungvollen Choreografie zu „S.O.S“ von der Popsängerin Rihanna hatten sie das Publikum sofort auf ihrer Seite.

Das „Danse du Spektakle“ (Schautanz) wurde zusammen mit den Tänzerinnen der französischen Tanzschule „Danse et Jeunesse“ mit ihrer Leiterin Monique Mahé gestaltet. „Pop Meets Classic“ war wohl das Motto dieses Tanzabends, zeigte doch das Programm die vielseitigen Facetten des Tanzens. Von klassischem Ballett in weißen Tüllröcken wie „La Bayadere“ über „Les Belles Du Bal“ im Walzertakt bis hin zu dem Jazztanz „Push“ von Madonna. Tänzerische Variationen zur Musik von Johann Sebastian Bach zeigte die italienische Gruppe „Compagnie Riviera Ballet“, so dass die Veranstaltung von weiterer Internationalität geprägt war.

Höhepunkt der Tanzshow war aber der gemeinsame Auftritt von fünf französischen und fünf deutschen Jugendlichen. In bunten Glitzertops, schwarze Cowboyhüte auf dem Kopf, flitzten die Tänzerinnen über die Bühne und steckten das Publikum mit ihrer Begeisterung an. Beeindruckend, dass die Choreografie, die innerhalb von nur drei Tagen einstudiert worden war, weitgehend fehlerlos präsentiert wurde.

Aber auch Amy, Martine, Caroline, Juliane und Janina staunten nicht schlecht, als die französische Band „Tirolfest“ in alpenländischer Tracht auf die Bühne trat und ein deutsches Stimmungslied nach dem anderen spielte. Das ging natürlich nicht, ohne mit den Gästen musikalisch auf den Abend anzustoßen. So war es auch nicht weiter verwunderlich, als die Band plötzlich „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ in deutscher und französischer Sprache sang. Es war einfach eine große Gaudi.

Eigentlich sollten „Tirolfest“ an diesem Abend das traditionelle Oktoberfest im Fürstenstaat Monaco eröffnen. Doch da das Bierfest in Le Cannet für die illustre Truppe zu einem Stammtermin geworden ist, haben sie den Auftritt in Monte Carlo schlichtweg um einen Tag verschoben. Kulinarisch ging es an diesem Abend zünftig zu. Da gab es Bier anstatt Wein. Aufgetischt wurden Elsässer Platten – Sauerkraut mit deftigen Fleisch- und Wurstspezialitäten. Klar, dass diese Kalorien gleich wieder weggetanzt wurden und so stürmten die Gäste anschließend auf die Tanzfläche. Auch die Königsteiner Jugendlichen stürzten sich in das Getümmel und feierten ihren erfolgreichen Auftritt und die langjährige Freundschaft zu Le Cannet, die an diesem Abend einen neuen Impuls bekam.

 

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