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Pressespiegel


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Mit dem Gaumen die Rhône entlang

Taunus-Zeitung vom 17.11.2006

Königstein.Viele Wege führen nach Le Cannet und manchmal sind auch einige Abstecher nötig, um das eigentliche Ziel zu erreichen. Mit der traditionellen Wein-, Käse- und Olivenprobe im Haus der Begegnung lud der Förderkreis der Städtepartnerschaft ein, die Vielfalt der französischen Lebensart kennen und vor allem schmecken zu lernen.

Nach Bordeaux-Weinen im vergangenen Jahr sorgten dieses Mal Weine aus Anbaugebieten entlang der Rhône für einen überaus geselligen Abend. Rund 70 der insgesamt 230 Vereinsmitgliedern hatten die Einladung zu der Weinprobe angenommen. In der über zehnjährigen Tradition der Veranstaltung wurde bislang stets eine andere Region Frankreichs kulinarisch mit dem Gaumen und der Zunge bereist. „Frankreich bietet eine große Vielfalt an Weinen. Auch wir möchten diese Abwechslung genießen und die Unterschiede kennen lernen“, berichtete Dr. Reinhard Siepenkort, Vorsitzender des Förderkreis.

Zum Einstieg in den Abend wurde ein „Viré Clessé“ gekostet, der ebenso wie die fünf weiteren trockenen Weine eine hohe Qualität hatte. Der klassisch-fruchtige „Montpeyroux“, der aus einer der schönsten Gegenden des Languedoc stammt, wird wie auch der „Côtes du Rhône“ als klassische Rebsorte der Region bei niedrigen Temperaturen gegärt, damit sich das Aroma der Trauben in vollem Maße entfalten kann. Mit dem „Mas du Petit Azegat“ wurde ein preisgekrönter Wein aus einem Familienbetrieb serviert. Ebenso wie die anderen Weine profitiert auch dieser Rotwein aus dem Jahr 2004 von dem trockenen Ostwind und dem Einfluss des Westwindes in der Rhône-Region, die den Rebsorten einen besonderen Geschmack verleihen.

Kulinarisch bereichert wurde der Abend durch eine leckere Auswahl an Käse und Oliven. Mit ihrem großen Wissen gab Vorstandsmitglied Marie-Charlotte Siepenkort einen Einblick in die Geschichte des Käse als einem der ältesten Nahrungsmittel. Demnach habe es schon rund 3000 Jahre vor Christus etwa 20 Käsesorten gegeben. „Bereits in der Bibel gibt es erste Hinweise auf Käse aus Schaf- und Kuhmilch. Vor allem für die römischen Legionäre zählte der Käse zum täglichen Verzehr“, berichtete Marie-Charlotte Siepenkort.

Einiges über die Eigenschaften und geschmacklichen Besonderheiten der Oliven wuste Förderkreis-Mitglied Hannelore Brill zu erzählen. Zum ersten Mal konnte auch Olivenöl mit einem Stück Baguette gekostet werden. In Anbetracht der Tatsache, dass an diesem Abend edle Tropfen und Speisen im Gesamtwert von etwa 1000 Euro verköstigt wurden, waren die Teilnehmer gerne bereit, dafür einen kleinen Obulus zu entrichten.

Das kommende Jahr steht für den Förderkreis ganz im Zeichen des 35-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft. Dieses soll voraussichtlich vom 24. bis 26 August in Südfrankreich gefeiert werden.

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