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Kurstädter buhlen um die Zielkugel

Taunus-Zeitung vom 22.05.2009

Mit einigen beherzten Würfen weihten Königsteiner Spieler jetzt den Mammolshainer Boule-Platz ein. Geladen zum ersten Turnier der silbernen Kugeln hatte der Heimatverein des Stadtteils, der mit der Aktion das Spiel in Mammolshain etablieren möchte.

Mammolshain. «Heimatverein, bitte Zielwasser trinken», ruft Irmgard Hülpert ihren Mitspielern zu und bittet gleichzeitig Gertrud Hartmann, die Vorsitzende, um einen Becher Rotwein. Ganz nach französischem Vorbild ging es nämlich jetzt auf dem Mammolshainer Bolzplatz beim Boule-Turnier zu. Doch nutzte das Zielwasser leider nicht viel: Die Mannschaft des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein – Le Cannet besiegte in der ersten Runde den Heimatverein. Trainer und stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Riedel zeigte sich denn auch mehr als stolz auf sein Team.
Unter den strengen Augen von Schiedsrichter Jean-Paul Vican, gebürtiger Franzose und heimischer Mammolshainer, gaben die Teilnehmer ihr Bestes. Allerdings zählte eher der olympische Gedanke, denn Spaß und Gemeinschaft standen hier an vorderster Stelle. Das ist vor allem die Intention des Heimatvereins Mammolshain 1990, der zu diesem ersten Boule-Turnier geladen hatte. «Wir wollen einfach den Kontakt unter den Bürgern pflegen», erzählt Schriftführer Bernd Hartmann. «Wir haben zwar alle Vereine eingeladen und den Vereinsring angeschrieben, aber es geht uns auch um die Gewinnung und Integration von Neubürgern».
Preise gab es nicht zu gewinnen – außer einer Menge Lob natürlich. Schon einen Tag zuvor hatten sich bereits 14 Kinder in der Kunst des Boule-Spiels gemessen. «Die haben alle eine Schokoladenmedaille bekommen», erzählt Gertrud Hartmann lachend. «In Falkenstein gibt es das Spiel bereits viel länger», erzählt Bernd Hartmann. «Sie haben es mittlerweile als festen Termin monatlich etabliert. Da möchten wir auch gerne hinkommen.» Die Mammolshainer könnten sich vorstellen, alle 14 Tage zur Feierabendzeit in den Sommermonaten einen Bouletreff auf dem Bolzplatz anzubieten. Die Bahn wurde beim Bau des Bolzplatzes bereits fertiggestellt. Mit dem Turnier haben die Mammolshainer sie jetzt auch eingeweiht und «die Kugeln, die uns die Falkensteiner Kollegen geschenkt haben,» freut sich Bernd Hartmann.
Leider konnten die Boulefreunde aus Falkenstein nicht an dem Turnier teilnehmen. «Am Wochenende sind bereits so viele Termine, dass einige eingeladene Gäste nicht kommen konnten», erzählt Gertrud Hartmann. Der Stimmung auf der Boule-Bahn schadete das allerdings nicht. Der Jubel war groß, wenn die gegnerische Kugel von der Zielkugel, dem Cochonnet oder «Schweinchen», abgeschossen und die eigene näher platziert wurde.

 

 

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