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Pressespiegel


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Österreich belebt deutsch-französische Freundschaft

Königsteiner Woche vom 15.06.2011

Königstein – Jedes Jahr treffen sich Königsteiner und Cannetaner zu einer freundschaftlichen Wanderwoche, abwechselnd in Frankreich und Deutschland. Dieses Mal, zum 16. Mal, gab es eine Ausnahme: Die Wanderwoche fand in Österreich statt.
Seit 20 Jahren schon machen Cannetaner Urlaub in dem kleinen Ort Mutters, 5 Kilometer südlich von Innsbruck, und so lag es nahe, einmal gemeinsam dort Quartier zu beziehen. Das Hotel liegt inmitten des Ortes, neben der Kirche mit Friedhof rundherum, wo besonders die schmiedeeisernen Kreuze gefielen. Die französische Gruppe (21 Personen) war schon eine Woche zuvor angereist, und die 15 Königseiner wurden am Samstag, 28. Mai, freundlich durch Gaston Fischesser mit einem Sektempfang begrüßt.
Es wurde eine schöne erlebnisreiche Woche: Wander- und Kulturliebhaber kamen auf ihre Kosten! Der Tourismusverband bietet ein Gratis-Bergwanderprogramm mit täglich wechselnden Wanderungen an, der „Wanderbus“ und geprüfte Wanderführer der Alpinschule Innsbruck stehen kostenlos zur Verfügung. Auch ein „Tourenbuch“, in dem bewältigte Höhenmeter vom Bergführer eingetragen und abgestempelt werden, sowie Anstecknadeln gehören dazu. Drei Mal nahmen die Wanderer diesen besonderen Service in Anspruch: Ein Mal fuhren sie nach Telfes im Stubaital, mit Gerhard und Hilde als kundigen Führern. Während die Hälfte der Gruppe auf etwa gleicher Höhe zu einer Hütte wanderte, stiegen die geübteren Wanderer auf die Kreiter Alm (1492 m), mehr als 500 Meter Aufstieg. Erst ging‘s durch blumenreiche Wiesen, dann folgte die Gruppe steilen, aber schönen schattigen Pfaden durch den Wald. Auf der Alm genossen die Wanderer Tiroler Spezialitäten, sahen aber keine Kühe. Man ließe sie erst abends und nachts
auf die Weiden wegen Hitze und Insekten, erklärte der Hüttenwirt.
Das nächste Mal ging‘s über die lange und hohe Europabrücke auf der Brenner-Autobahn nach Navis. Man wanderte wieder zu einer Hütte, der Stöckl-Alm (1882 Meter), dieses Mal sogar mit einem 600-Meter-Aufstieg. Aber die Einkehr lohnte: Zilli, eine gute Köchin, verwöhnte alle mit Meerrettichsuppe nach Art des Hauses, leckeren Knödeln verschiedener Art und üppigem Kaiserschmarrn mit Apfelmus und Preiselbeermarmelade. Auch einen Hausschnaps kredenzte die nette und kompetente Wirtin. Man konnte sich nicht satt sehen an blumenübersäten Wiesen, aber auch steilen, felsigen, schneebedeckten Bergen.
Zur dritten Wanderung fuhren die Wanderfreunde auf der Brenner-Autobahn bis Matrei und bogen dort ab in ein idyllisches ruhiges Seitental nach Oberberg – mit hübscher Kirche auf einem Hügel. Entlang eines wild rauschenden Gebirgsbachs, wieder durch blühende Wiesen, wanderte man an einer Mehl- und einer Sägemühle vorbei. Dann ging‘s steil aufwärts und später unterhalb der „Schwarzen Wand“ über einen Gemsenpfad mit Wurzeln und Geröllhalden, der Geschicklichkeit und Schwindelfreiheit abverlangte.
An zwei Tagen erübrigte sich die Frage, ob man sich einen Anstieg von 750 bis 800 Metern antun sollte. Es hatte nachts geregnet, am Morgen waren die Berge wolkenverhangen. Kein Blick auf die wohlbekannte Nordkette vom Hotelrestaurant aus! Gaston Fischesser übernahm die Führung für eine kleine Wanderung im Stubaital zum Rastbichlhof. Normalerweise sieht man dort von der Terrasse aus den Stubaigletscher, aber an dem Tag verbarg er sich hinter Wolken.
Neben den Wanderungen lockte Innsbruck mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und wurde ausgiebig besucht, auch Schloss Ambras mit seiner interessanten Vergangenheit, vielen Kunstschätzen und dem schönen Park, und das mittelalterliche Rattenberg.
Alle Teilnehmer danken herzlich den Organisatoren der beiden Partnerschaftskomitees, Gaston Fischesser und Frau Jacqueline auf der französischen Seite, Dr. Reinhard Siepenkort und Dr. Walther Sambeth auf der deutschen, für dieses gelungene Beisammensein. Die nächste Freundschafts- und Wanderwoche wird dann 2012 in Königstein anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft stattfinden.

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