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Pressespiegel


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Ehrenbriefe für ein Erfolgsduo Königstein

Königsteiner Woche vom 15.06.2011

„Die Freundschaft zwischen Frankreich war der Ausgang für ein vereintes Europa und sie gehören zu den Baumeistern dieser Partnerschaft“, würdigte der Erste Stadtrat Walter Krimmel (CDU) das Engagement von Marie-Charlotte und Dr. Reinhard Siepenkort vom Vorstand des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein und Le Cannet. Anlass war die Überreichung der Ehrenbriefe des Landes Hessen an den langjährigen Vorsitzenden und die Schriftführerin, die Krimmel in Vertretung des kurzfristig erkrankten Bürgermeisters Leonhard Helm vorgenommen hatte. „Sie haben liebenswerte Gewohnheiten der Franzosen hierher gebracht, haben Menschen für Menschen und Landschaften begeistert – auch die Jugend“, führte der Politiker in seiner Dankesrede weiter aus. In den vielen Jahren ihrer aktiven Vereinsarbeit sei das eine Lebensaufgabe für das Ehepaar geworden.
Die Glückwünsche des Parlaments überbrachte Stadtverordnetenvorsteher Robert Rohr, der sich noch sehr gut an seine Teilnahme an einem Jugendaustausch erinnern kann: „Damals habe ich die Herzlichkeit der Menschen auch ohne Sprachkenntnisse gespürt.“ Das Ehepaar Siepenkort sei in seinen Augen ein „Power-Couple“, in dem beide an vorderster Stelle etwas darstellten. Und das nicht nur in Bezug auf die Völkerverständigung, sondern auch hinsichtlich des Vereinslebens, so Rohr im Hinblick auf die vielen Angebote, die der Förderkreis umsetzt. Dazu gehörten nicht nur Französischkurse, sondern auch Wein-, Oliven- und Käseproben. „Das sind greifbare Sachen, die Kultur vermitteln“, meinte Rohr. Wie harmonisch sich das Ehepaar ergänzt, darauf ging Wolfgang Riedel, stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises, in seiner Ansprache ein. „Sie ist für das Ausgefallene und Schmackhafte zuständig, er kümmert sich um die diplomatischen Belange“, meinte er. Dr. Reinhard Siepenkort erinnert sich
noch genau daran, als Altbürgermeister Antonius Weber das Ehepaar für die Vorstandsarbeit gewinnen wollte: „Damals dachte ich, einer in der Familie reicht hierfür und obendrein hatte ich Bedenken wegen der beruflichen Belastung.“
Doch der vorhergehende Vorstand habe sie als „Neulinge“ nicht allein gelassen, so sei alles sehr gut gelaufen und die 15-Jahr-Feier konnte schön begangen werden. Den Ehrenbrief betrachtet Siepenkort daher auch als Auszeichnung des gesamten Förderkreises und des Komitees. Sein Blick reichte aber noch etwas weiter in die Geschichte zurück, denn der Beginn der Städtepartnerschaften sei am Anfang eine Versöhnung über den Gräbern gewesen. „Dass wir mittlerweile über 50 Jahre Frieden haben, ist auch ein Beitrag dieser Partnerschaften, die zu Kenntnissen und Verständnis der Lebensart eines anderen Volkes führten“, so Siepenkort. Seine Frau Marie-Charlotte freute sich insbesondere darüber, „dass wir zusammen diese Ehrung bekommen“. Sie selbst habe durch ihren Vornamen stets einen gewissen Vorteil bei der Vereinsarbeit gehabt, so die Französischlehrerin mit hugenottischen Genen. Und mit einem kleinen Schmunzeln entsinnt sich ihr Mann, wie er sich mit der französischen Sprache anfreundete: „Nachdem sich unsere Urlaubsreisen zu Dienstreisen entwickelten, wollte ich im Restaurant überleben können.

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