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Pressespiegel


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Auf Schusters Rappen die Côte entlang

Taunus-Zeitung vom 18.06.2011

Gut gelaunt und tatendurstig durchwanderten Deutsche und Franzosen gemeinsam die herrliche Umgebung von Hyères. Kristallblaues Meer, imposante Steilklippen und strahlender Sonnenschein, da kommt man ins Träumen – und ins Schwitzen. Zumindest, wenn man, wie die Freunde der Städtepartnerschaft mit Le Cannet zu Fuß die Côte d’Azur entlangmarschiert. Es war eine bunte, gut gelaunte deutsch-französische Truppe, die da eine Woche die Küstenpfade unweit der gallischen Hafenstadt Hyères erkundete. Zur traditionellen Wanderwoche der beiden Förderkreise der Städtepartnerschaft waren nicht nur 20 Cannetaner und 24 Taunus-Königsteiner angetreten, sondern auch sechs befreundete Mit-Königsteiner aus Sachsen. Darunter Maria Matzke, Vorsitzende des sächsischen Freundeskreises und Alt-Bürgermeister Rudolf Maiwald. Wie bei den Wanderwochen der Vorjahre waren es auch dieses Mal der Königsteiner Ehrenbürger Gaston Fischesser auf französischer und Walter Sambeth, Königsteiner Förderkreis-Vize, auf deutscher Seite, die gemeinsam die Tour bis ins kleinste Detail durchgeplant hatten. Das begann beim Hotel und endete noch lange nicht bei der Routenführung. Dr. Reinhard Siepenkort, der Vorsitzende des Königsteiner Förderkreises, und seine Mitwanderer von diesseits und jenseits des Rheins wissen, was sie an ihren «Pfadfindern» haben, und sind überaus dankbar für deren Einsatz. Schließlich können sich die Teilnehmer der Tour so voll und ganz dem Wandern und dem Genuss der Landschaft widmen. Und dazu gab es reichlich Gelegenheit. An vier Tagen wurde gewandert. Mal ging es über die schönsten Küstenpfade, Sentiers littoraux, mit atemberaubenden Blicken auf Klippen, Meer und einsame Buchten. Mal wagte sich die Gruppe ins Gebirge des Landesinneren, ins Massif des Maures, mit Besuch eines wieder aufgebauten alten Klosters, der Chartreuse de la Verne, in tiefster Einsamkeit des Waldes als wiederbelebter geistlicher Ort gelegen. «Auf der Bergeshöhe angekommen, bot sich ein Rundblick von den schneebedeckten Gipfeln der Südalpen über das Esterelgebirge bis zur Bucht von St. Tropez», schwärmt Siepenkort. Drei sympathische und sehr kundige professionelle Wanderführer hatten die verschiedenen Touren ausgesucht und leiteten die drei Gruppen, die sich in ihren Anforderungen bezüglich Höhenunterschied und Länge der Wanderung unterschieden. Nicht nur für den Vorsitzenden des Förderkreises waren die Wanderungen auf der Halbinsel Giens und auf der unter Naturschutz stehenden Insel Port Cros die Höhepunkte der Tour. In der Mitte der Woche wechselten die Wanderer dann vom Festland auf die Planken eines Bootes, um die Landschaft vom Meer her zu erkunden. Der Partnerschaftsverein Le Cannet um seinen Vorsitzenden Francois Aigrot hatte eingeladen und einen Bus gechartert, der die Gruppe nach Cassis brachte. Von diesem pittoresken Hafenstädtchen aus ging es per Boot in den Westen Richtung Marseille, um die berühmten Calanques, die Steilküsten mit den zahlreichen fjordartigen Einschnitten ins Kalkmassiv, zu erkunden. «Hoch aufragende und zerklüftete Felswände und kleine Buchten mit einsamen Stränden luden zum Bewundern und Verweilen ein», betont Siepenkort. Ein kurzes Bad im Meer, ein Rundgang im Hafen und eine Busrückfahrt durchs Hinterland beschlossen einen außergewöhnlichen Tag, über den beim abendlichen Essen noch ausgiebig geredet wurde. Bis zum nächsten Mal Wie überhaupt die gemeinsamen Abendessen ein wichtiger Bestandteil der deutsch-französischen Ausflüge sind. Siepenkort: «Die täglichen Gespräche bei Tisch in wechselnder deutsch-französischer Zusammensetzung wurden intensiv genutzt, um bestehende Freundschaften zu vertiefen, neue zu entwickeln oder sich einfach nur deutsch-französisch auszutauschen.» Der reichlich zur Verfügung stehende Hauswein war da durchaus förderlich.So schwer der Abschied nach einer Woche fiel, so sicher waren sich die Teilnehmer in Hyères, dass sie sich im nächsten Jahr zur 17. Wanderwoche wiedersehen werden. Zeitpunkt und Einzelheiten stehen allerdings noch nicht fest.

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