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Pressespiegel


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Ein Fest für den Gaumen

Rassige „Franzosen“ und scharfe „Italienerinnen“ beim Förderkreis Le Cannet

Taunus-Zeitung vom 18.11.2011

Mit der traditionellen Wein-, Käse- und Olivenverkostung des Förderkreises der Städtepartnerschaft mit Le Cannet trägt der Verein sicher mehr zur Völkerverständigung bei als so manches trockene politische Programm.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Dr. Reinhard Siepenkort, Vorsitzender des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein – Le Cannet, war im September mit über 30 weiteren Mitgliedern des Vereins in Frankreich. Zur Freude der rund 60 Besucher der traditionellen Wein-, Käse- und Olivenprobe beließ er es nicht bei Schilderungen. Zusammen mit seinem Team brachte er drei Weißweine mit, die sie direkt an Ort und Stelle gekostet hatten. Drei Rote sowie zu den Weinen harmonierende Käse- und Olivensorten rundeten den Gaumenschmaus ab.

Überraschende Vielfalt

Überraschend war die Vielfalt an Oliven und Käsesorten, die am vergangenen Freitag im Katholischen Gemeindezentrum auf den Tisch kamen. Mit der richtigen Auswahl kann ein guter Tropfen noch einmal viel gewinnen. Marie-Charlotte Siepenkort zeichnete für die Auswahl der Käsesorten verantwortlich und wusste nebenbei viel Wissenswertes über das Milcherzeugnis zu berichten. Wer hätte beispielsweise gedacht, dass Griechenland beim weltweiten Käsekonsum an der Spitze steht? Als besonderes Schmankerl wurde im Laufe der Probe eine Wildterrine aus dem Elsass mit Rehfleisch, Pilzen und Wildpreiselbeeren gereicht, die extra bestellt worden war: "Wir waren schon etwas unruhig geworden, sie kam erst heute an", so Marie-Charlotte Siepenkort.

Hannelore Brill begab sich mit ihrer Auswahl an Oliven auf eine kleine Europareise durch Frankreich, Griechenland und Italien. Von der grünen "Picholine" aus Nimes über die kleine schwarze "Koroneiki" aus Kreta bis hin zu der dunklen "Peranazna" aus Apulien war die Bandbreite ausgesprochen groß. Wer nicht warten konnte und letztere Steinfrucht bereits vor den Ausführungen von Brill probierte, erlebte ob der unerwarteten Schärfe eine kleine Überraschung: "Das sind Demeter-Oliven, die in Knoblauch und Peperoni geschwenkt wurden."

Ein echter Geheimtipp

Mit dem "Bordeaux "L‘Héritage du Marquis de Greyssac" Réserve", dem "Château Lestruelle" sowie dem "Château la Garenne" hatte Klaus Rätz drei teilweise preisgekrönte Rotweine ausgesucht. Insbesondere mit dem dritten hatte er einen echten Geheimtipp parat: "Die wenigsten Menschen wissen, wo das Weinanbaugebiet überhaupt liegt." Es sei ein vollwertiger Wein, auch ohne die übliche Klassifikation: "Im Pomerol ist so etwas absolut verpönt."

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Umso gelöster und unterhaltsamer waren die vielen Gespräche, die sich während der Probe nicht nur um die dargebotenen Speisen und Weine drehten. Der Abend glich insofern fast schon einem Familientreffen – einem sehr großen Familientreffen mit vielen Freunden und Interessierten.

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