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Pressespiegel


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Frankreichs Herz schlägt in Burgund

Taunus-Zeitung vom 13.10.2011

Noch mal Sonne tanken, Frankreich "schmecken" und dabei die Liebe zum Nachbarland vertiefen – das alles und noch sehr viel mehr konnten unlängst 32 Mitglieder des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein – Le Cannet.

Angeführt vom Vorsitzenden des Förderkreises, Dr. Reinhard Siepenkort, hatten sich die Königsteiner mit dem Bus auf den Weg in das Nachbarland gemacht. Ihr Ziel: das Burgund, ein Herzstück französischer Kultur und Lebensart mit überaus bewegter Geschichte.
Wie komplex die historischen Zusammenhänge in der Region sind, erfuhren die Gäste aus dem Taunus bereits auf der Hinfahrt. Entsprechend gut informiert entstieg die Truppe am Ort angekommen dem Bus und durchschritt die "Pforte zu Burgund", wie die Einwohner von Belfort ihre Stadt selbst nicht ohne Stolz bezeichnen. Gekrönt, ähnlich wie Königstein, von einer mächtigen Festung, fand bei den Gästen aus dem Taunus vor allem der mächtige, aus Sandstein gemeißelte Löwe am Fuße der Festung Beachtung.
Geschaffen von Frédéric-Auguste Bartholdi und damit dem Bildhauer, der auch der New Yorker Freiheitsstatue ihr Gesicht gab, erinnert der 22 Meter lange und 11 Meter hohe König der Tiere an den löwenhaften Kampf der Verteidiger von Belfort gegen die Preußen 1870/1.
Dass die wechselhafte Geschichte Burgunds im Spannungsfeld zwischen Franzosen und Deutschen nicht immer nur militärische Dimensionen hatte, erfuhr die Reisegruppe des Förderkreises beim Besuch in Besançon. Heute Hauptort der Franche-Comté, gehörte die Stadt am Ufer des Doubs im Mittelalter zeitweise zum Heiligen Römischen Reich. Dem einen oder anderen dürfte der "Reichstag zu Besançon" aus dem Geschichtsunterricht noch ein Begriff gewesen sein.
So alt und geschichtsträchtig die Region, so reizvoll sind die architektonischen Zeugnisse vergangener Zeiten. Die romanischen Kirchen, allen voran die Abteikirche Saint-Philibert in Tournus am Saône-Ufer, hatten es den Besuchern aus dem Taunus besonders angetan. "Die Weinprobe im Kreuzgang und ein wunderbares Orgelkonzert, das ein ehemaliger Notar für uns gab, zählten sicher zu den Höhepunkten der Reise", schwärmt Dr. Reinhard Siepenkort vom Zwischenstopp in der Abtei.

Da Kunst und Kultur alleine nicht satt machen und es ein Sakrileg wäre, das Burgund zu bereisen, ohne die Erzeugnisse der Küchen und Weinkeller zu kosten, hatten die Planer der Reise wohlbedacht. Entlang der Strecke warteten denn auch nicht nur Schloss Cormatin oder Le Corbusiers Kapelle "Notre Dame du Haut" nahe Ronchamp, sondern auch eine Ziegenkäserei und mehrere Weingüter.
"Zur letzten Weinprobe steuerten wir eine Domaine unterhalb des Felsens von Solutré an. Dort wurde der berühmte Pouilly-Fuissé, ein Chardonnay feinster Art, verkostet", erzählt Siepenkort und macht damit noch mehr Lust darauf, sich der nächsten Tour des Förderkreises ins Nachbarland anzuschließen.
Wer sich bereits einen kleinen Vorgeschmack auf eine solche Genuss-Reise gönnen möchte, sollte sich den 11. November vormerken. Laut Homepage des Förderkreises findet an diesem Abend um 20 Uhr die nächste "Wein-, Käse- und Olivenprobe" im katholischen Gemeindezentrum statt.

Einen ausführlichen Bericht, Fotos und weitere Informationen zur Reise ins Burgund gibt es im Internet unter http://www.le-cannet.de.

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