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Pressespiegel


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Wie gemalt: Förderkreis auf Segantinis Spuren

Taunus-Zeitung vom 21.07.2011

Auf Schusters Rappen durch die herrliche Bergwelt des Oberengadins führte die jüngste "Rucksackwanderung" des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein – Le Cannet.

Sechs Tage lang ging es für die neun "Unentwegten" auf und ab – stets auf den Spuren des Malers Giovanni Segantini (1858-1899). Dem Meister des realistischen Symbolismus und seinem Lebenswerk widmet sich sogar eine eigene Wanderroute, hatte sich der Künstler doch bei der Wahl seiner Motive häufig von der beeindruckenden Hochgebirgslandschaft und dem dort vorherrschenden Licht inspirieren lassen.
"Von Thusis, am nördlichen Eingang zur Via-Mala-Schlucht auf gerade mal 726 Metern gelegen, führte uns der erste steile Aufstieg gleich hinauf auf 1863 Meter Höhe und hinein nach Obermutten", berichtet Manfred Colloseus. Das idyllische Walserdorf mit Europas höchstgelegener Holzkirche gab den Königsteinern einen ersten Vorgeschmack auf die Schönheit und Vielfalt der Region, die vor den Wanderern lag.
Durch das romantische Surses (Oberhalbstein) führte die zweite Etappe nach Salouf und weiter, das alte Bergdorf Savognin passierend, nach Tinizong. Colloseus: "Der Aufstieg zur Alp Flix war für uns einer der Höhepunkte der Wandertage. Ausgedehnte Moore, Föhrenwälder und ungezählte farbenprächtige und geschützte Pflanzenarten geben der Alp ihren unverwechselbaren Charme."

Gestärkt von Schafsmilch und Schafswurst waren die Königsteiner anschließend fit für den Abstieg vorbei am Mamorera-Stausee nach Bivio. Dass eine Wanderung der Freunde der Städtepartnerschaft alles andere als ein gemütlicher Spaziergang ist, zeigte der nächste Ausflugstag. Vorbei am Gresalvassee führte der Weg über teilweise loses und rutschiges Geröll und schließlich über große Felsbrocken hinauf zur Fuorcla Grevasalvas in 2688 Metern Höhe. Ein mühsamer Aufstieg, der sich allerdings mehr als lohnte, wie Manfred Colloseus betont: "Beim Abstieg öffnete sich, lange bevor wir Grevasalvas (hier wurden einst die Heidi-Filme gedreht) passierten, der traumhafte Blick auf den tiefblauen Silsersee."

Ein unvergesslicher Fernblick reihte sich in den folgenden Tagen an den nächsten und geleitete die Gruppe schließlich ins Val Bernina, den Ausgangspunkt der letzten Etappe.
Colloseus: "Der sich in die Höhe schlängelnden Schienentrasse des Bernina-Express folgend, nahmen wir die letzten Kilometer bis zum Pass, um von dort aus mit der Kabinenseilbahn hinauf auf die Diavolezza, die "Teuflin", in 2973 Metern Höhe zu schweben."
Die Sicht, die die Königsteiner hier auf die Traumkulisse der Schweizer Ostalpen mit einer Vielzahl von mächtigen Gipfeln, Firnen und Eisgraten genießen durften, war der perfekte Abschluss für die Rucksacktour. Da waren sich die Förderkreis-Mitglieder einig.

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