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Förderkreis der Städtepartnerschaft e.V. Königstein im Taunus
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Pressespiegel


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Königsteiner-Woche vom 17.01.2013

Stand schon das vergangene Jahr ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Le Cannet, so geht es auch im „Jubiläumsjahr" 2013 gleich weiter, versprach Dr. Reinhard Siepenkort, denn der Gegenbesuch zum offiziellen Feiermarathon in Le Cannet ergänzt das Jahr der Königstein-Feiern für die Förderer der Städtepartnerschaft um ein langes Wochenende. Doch zunächst galt es für den nüchternen Protokoller, Vor- und Rückschau zu halten, wobei traditionell das Wichtigste zuerst kam: Mit einem guten Glas Sekt auf ein gutes neues Jahr anzustoßen.
Die Gläser im Saal des katholischen Gemeindezentrums wurden freilich nicht nur von den Sitzplätzen aus erhoben, vielmehr hatten die Organisatoren vermittels etlicher Stehtische dafür gesorgt, dass die zahlreich erschienenen Gäste wenigstens einen optischen Ankerpunkt erhielten.
„Mitglieder, Freunde und Interessenten" hatte der Förderkreis der Städtepartnerschaft Königstein - Le Cannet zu seinem Neujahrsempfang eingeladen und damit eine kleine Völkerwanderung ausgelöst. Es ging ein wenig wie im kleinen Dorf von Asterix und Obelix zu, wenn alle Gefährten aus früheren Abenteuern zum Jahrestag von Gergovia eingeladen werden: Man kennt sich, es gibt viel zu erzählen (weshalb der Sektempfang eine gute halbe Stunde überzog) und zum Abschluss der Geschichte steht natürlich ein Festmahl auf dem Programm. Dazu aber später, denn zuerst hält bekanntlich Majestix seine Rede.
Sicherlich hätten die Anwesenden ihren „Siepi" auch auf ein Schild gehoben (und Universalgenie Wolfgang Riedel hätte auch eines aufgetrieben), doch jenseits der Bronzezeit bedient man sich eben zu solchen Anlässen eines Rednerpults und einer Bühne. Unmöglich, alle jene aufzuzählen, die namentlich begrüßt wurden. Exemplarisch sei Manfred Colloseus genannt, bei dem sich unter größerem Gelächter nicht recht ausmachen ließ, ob er denn nun für Kolpingfamilie, Förderverein HdB, Vereinsring oder als Stadtverordneter gekommen war. Die Kommunalpolitik war mit Ausnahme des entschuldigten Bürgermeisters bis zum Ausländerbeirat reich vertreten, auch aus dem Rathaus in Südfrankreich waren immerhin Grüße und ein Mimosenstrauß entsandt worden und selbstverständlich fehlten Vertreter der anderen Partnerschaftsvereine nicht, zu denen mittlerweile auch Dr. Hermann Jakob Winter und seine „Europainitiative" zählen.
Nach dem gelungenen Jubiläumswochenende in Terminunion mit dem Burgfest im letzten Jahr erging noch einmal besonderer Dank an Ritter und Burgverein, der mit Burgfräulein und Vorgängerin nebst „Entourage" den Verlust ausglich, den die Lavendelkönigin wegen sportlicher Verpflichtungen verursacht hatte. Nicht zuletzt das große Ritteressen („davon erzählt man sich in Königstein heute noch") hatte den Feierlichkeiten einen ganz besonderen Höhepunkt verliehen, die allerdings auch mit Vorträgen, Wanderungen und kulturellen Begegnungsreisen begangen worden waren. Stapel von Dankesbriefen belegten: 2012 war ein absolut erfolgreiches Jahr. Nach 40 Jahren (Falkenstein sogar schon 45) sei man „eingebettet in Freundschaft", so Siepen-kort, was seines Erachtens in Königstein eine besondere Bedeutung habe - immerhin gebe es hier neben mehrfacher Besatzungszeiten vor allem mit der Sprengung der Festung von alters her eher unangenehme Erinnerungen an die Franzosen.
Aus der Sicht von Asterix wäre der Widerstand gegen diese Besatzungsmacht mit Gewalt wohl nicht in einem Festmahl geendet, zum Buffet führte stattdessen der „Elysee-Vertrag", den Charles de Gaulle und Konrad Adenauer vor 50 Jahren unterzeichnet haben und mit diesem „Meilenstein der Geschichte eine Änderung im Denken" erreichten. „Die Aussöhnung ist auf der Ebene der Bürger angekommen", das bat der Vorsitzende den Ersten Stadtrat Walter Krimmel auszurichten, wenn er als Vertreter der Stadt Königstein demnächst an einer diesbezüglichen Tagung in Berlin teilnehmen wird.
Nicht ganz so weit, dafür aber eher und umweltfreundlich reisen die Wanderer schon im Januar auf die Saalburg und erkunden auch weiterhin monatlich die nähere wie weitere Umgebung und hängen natürlich auch noch eine Extratour an den Besuch zum 40-jährigen Jubiläum an der Côte d'Azur am letzten Juni-Wochenende dieses Sommers. Interessierte Mitfahrer mögen sich in diesem Zusammenhang bitte möglichst umgehend mit Wolfgang Riedel in Verbindung setzen, der Flüge und Fahrten sowie die Unterbringung koordiniert.
Beste Erfahrungen mit den Städte-Partner-Reisen hatte Robert Rohr schon 1972 als Jugendlicher gemacht und erst im vergangenen Oktober wieder, nicht zuletzt auch wegen der außerordentlich netten Reisegesellschaft. Obwohl als Latein-Schüler bis heute sprachlich immer noch im Nachteil freue er sich doch schon wieder auf die Fahrt in diesem Jahr. Für „Völkerverständigung und Geselligkeit" überbrachte der Stadtverordnetenvorsteher gleichermaßen den offiziellen Dank, besonders dem „Power-Couple" Dr. Reinhard und Marie-Charlotte Siepenkort (Riesenapplaus) als Motor des Vereins.
Der Motor schließlich setzte das Getriebe in Gang und eröffnete das Buffet. Während auf der Bühne dazu eine Bilder-Präsentation mit den Schnappschüssen der letzten Aktivitäten lief, widmeten die Gäste nun zu Recht ihre Aufmerksamkeit den vielen Spezialitäten, die der Vielfalt wegen im „rundgängigen" Verfahren von allen Seiten zu erreichen waren. Von Datteln im Speckmantel über Pasteten bis zu Frikadellen mit Pinienkernen lockten die Genüsse, Walnuss traf auf Käse, Spargel auf Schinken, Mandelhäppchen lagen neben Sardellenschnittchen und zwischen einzeln mit Rucola und Petersilie garnierten Canapees grüßten die „Rinderhack-Rouladen mit Orangen-Chili-Gelee". Laut Obelix ein sicheres Zeichen, dass auch das neue Abenteuer wieder gut ausgehen wird.

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