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Förderkreis der Städtepartnerschaft e.V. Königstein im Taunus
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Pressespiegel


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Taunus-Zeitung vom 05.07.2013

Auch Freundschaft geht durch den Magen

Von Stefan Jung

Kurstadt-Delegation kehrt rundum verwöhnt und restlos begeistert aus Le Cannet zurück
So langsam trudeln sie wieder alle ein, die rund 100 Bürger der Kurstadt, die die vergangenen Tage an der Côte d'Azur verbracht haben, um dort mit ihren französischen Freunden das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Le Cannet-Rocheville zu feiern. Ein Genuss - mit teils „schwerwiegenden" Folgen. 

Wenn bei dem einen oder anderen Königsteiner derzeit die Hose etwas strammer sitzt und das Hemd eine Nuance enger anliegt, dann könnten das Andenken an eine Reise an die Côte d'Azur sein, die den meisten Teilnehmern nicht so schnell von der Hüfte und vor allem nicht aus dem Kopf gehen wird.
Viel zu überwältigend war das, was die rund 100 Gäste aus dem Taunus bei ihrem Besuch in Le Cannet-Rocheville genießen durften. Wo man hinhört, mit wem man spricht - die Königsteiner, die am vergangenen Wochenende in Südfrankreich dabei waren, um mit den Cannetanern das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zu feiern, kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.
„Es war wunderschön. Die Franzosen haben ihrem Ruf, herzliche und ausgezeichnete Gastgeber zu sein, mehr als nur alle Ehre gemacht", zog Dr. Reinhard Siepenkort, der Vorsitzende des Förderkreises der Städtepartnerschaft, gestern ein begeistertes Fazit einer rundum gelungenen Reise.
Hatten die Königsteiner im Vorjahr bei den Jubiläums-Feierlichkeiten im Taunus die Latte der Gastfreundschaft schon beachtlich hoch gelegt, so unterstrichen die Franzosen vom ersten Tag des Gegenbesuchs an, dass auch sie beim Heimspiel unter südlicher Sonne Höchstleistungen anpeilten.
Siepenkort: „Alles war hervorragend organisiert. Die Stadtverwaltung mit Bürgermeisterin Michèle Tabarot an der Spitze wie auch mein Amtskollege François Aigrot und seine Mitstreiter vom französischen Komitee der Städtepartnerschaft hatten wirklich an alles gedacht." Das begann am Freitag mit dem Bustransfer vom Flughafen in Nizza nach Le Cannet und zog sich dann durch bis zum offiziellen Abschiedsempfang am Montagnachmittag.

Fürst Albert rollt vorbei

Die Cannetaner fuhren alles auf, was die Côte an Reizen zu bieten hat - bis hin zu Fürst Albert II. von Monaco. Der allerdings, so Siepenkort, rollte einigen Königsteinern am Samstag bei einem Besuch im Felsenstaat dann doch eher zufällig am Steuer eines schwarzen Lexus über den Weg. Alles andere allerdings lief genauso, wie es die Franzosen geplant hatten - malerische Sonnenuntergänge wie stimmungsvolle Abende am Strand oder auf dem großen Marktplatz von Rocheville inklusive.
So wie die Königsteiner im vergangenen Jahr die Feier des 40-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft bewusst mit dem Burgfest zusammengelegt hatten, so kombinierten auch die Cannetaner das Jubiläum mit einem traditionsreichen Volksfest, den Feierlichkeiten zu Ehren von St. Jean.
Ein gelungener Mix, ganz im Sinne von Dr. Reinhard Siepenkort. „Genau das ist unser Ziel. Wir wollen den Gedanken der Städtepartnerschaft doch zu den Menschen in beiden Orten bringen. Schließlich muss die Freundschaft aus der Mitte der Gemeinschaft heraus gelebt und getragen werden." Genau darauf hatte der Vorsitzende des Königsteiner Förderkreises auch in seinem Grußwort beim samstäglichen Festakt im neuen Salle Recroix von Le Cannet hingewiesen.
Bürgermeister Leonhard Helm (CDU), der mit Stadtverordnetenvorsteher Robert Rohr (ALK) und Burgfräulein Lisa I. die Königsteiner Delegation anführte, richtete in seiner Rede bewusst den Fokus auf die Jugend, die den Gedanken der Städtepartnerschaft aufgreifen und weitertragen solle. Entsprechend stark, so Helm, hoffe er, dass der zuletzt ins Stocken geratene Jugendaustausch zwischen Königstein und Le Cannet wieder in Bewegung gebracht werden könne.

Hoher Genussfaktor

„Bewegung" war nach all den „Feier-Tagen" auch das passende Stichwort für die rundum verwöhnten Königsteiner. Siepenkort lachend: „Mittags und abends fantastische Drei-Gang-Menüs, dazu die leckeren Weine aus der Provence. Wer die grenzenlos gute Küche im Süden Frankreichs kennt, der kann sich vorstellen, dass da in vier Tagen schnell zwei Kilo an persönlichem Übergepäck zusammenkommen."
So gesehen kam die Abschluss-Wanderung mit Königsteins Ehrenbürger Gaston Fischesser am Montagvormittag gerade recht. Der Pionier der Städtepartnerschaft auf Cannetaner Seite führte seine Freunde aus dem Taunus auf den Spuren des Künstlers Pierre Bonnard durch die Altstadt hinauf in die Berge hoch über Le Cannet, wo sich den Wanderern zum Abschied ein einmaliger Blick auf die Côte d'Azur eröffnete.

 

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