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Pressespiegel


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Taunus-Zeitung vom 13.01.2014

Förderkreis der Städtepartnerschaft schickt perlende Neujahrsgrüße nach Le Cannet. 

 

Einen guten Cremant im Glas und ein „Bonne année et bonne santé" auf den Lippen - ganz stilecht sind die Freunde der Städtepartnerschaft mit Le Cannet-Rocheville gestern ins neue Jahr gestartet. Ein Jahr ohne große Jubiläen, aber mit viel Zeit die Freundschaft zu pflegen.

Die Verantwortlichen des Förderkreises der Städtepartnerschaft zwischen Königstein und Le Cannet haben offensichtlich ein Händchen für die Terminplanung. Als einer der ersten Vereine meldeten sich die frankophilen Kurstädter am gestrigen Sonntag mit ihrem Neujahrsempfang offiziell zurück und bekamen es von den Königsteinern mit großem Zuspruch und reichlich guter Laune gedankt.

Obwohl - wie der Blick auf den Kalender zeigt - noch keine zwei Wochen seit dem Jahreswechsel vergangenen sind, hat sich gefühlt doch sehr viel mehr getan. 2014 ist da, 2013 Geschichte - allerdings eine, die den Mitgliedern und Freunden des Förderkreises in mehrfacher Hinsicht in besonders guter Erinnerung bleiben wird.
Darauf verwies Dr. Reinhard Siepenkort in seinem Jahresrückblick mit herzlichem Nachdruck. Der Vorsitzende des Förderkreises hob damit zum einen auf die zurückliegenden Veranstaltungen zur Verleihung der Stadtrechte, zum anderen und vor allem aber auch auf die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft in Le Cannet-Rocheville ab.

Die Art und Weise, wie die Cannetaner ihre 105 Freunde aus dem Taunus im Sommer vergangenen Jahres in Empfang genommen hätten, so Siepenkort, sei einmalig und ein Sinnbild für die stabile Freundschaft gewesen. Kaum vorstellbar, dass Franzosen und Deutsche sich noch vor 60 Jahren als erbitterte Erzfeinde gegenübergestanden hatten.

Konfliktreiche Historie

Mit Blick auf zwei zentrale Gedenktage des Jahres 2014 - 100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs und 75 Jahre Ausbruch des Zweiten Weltkriegs - arbeitete sich Siepenkort durch die über Jahrhunderte hinweg konfliktgeladene deutsch-französische Historie, die auch in Königstein ihre Spuren hinterlassen hat.
Sei es die Sprengung der Burg 1796 durch Revolutionstruppen oder die Besatzung durch die französische Armee nach dem Ersten Weltkrieg - die Menschen im Taunus hatten ihren Teil der Kriege ebenso zu tragen, wie es die Menschen in Frankreich zu tun hatten.
Wenn das alles heute im besten Sinne des Wortes Geschichte sei und die Verbindung über den Rhein hinweg nicht mehr trübe, dann spreche das dafür, so der Vorsitzende des Förderkreises, dass die Freundschaft beim Bürger angekommen sei. Um sie dort auch zu halten und stetig weiter zu vertiefen, sei das Akzeptieren und Verstehen der Unterschiede und Eigenheiten des jeweils anderen ebenso essenziell wie der persönliche Austausch.
Just den wollen die Königsteiner mit ihren Freunden aus Südfrankreich auch 2014 möglichst regelmäßig pflegen. Zwar stehe, so Siepenkort, noch nicht fest, ob die für die Zeit vom 17. bis 23. Juni geplante Reise in die Provence zustande komme. Es fehle noch an Anmeldungen. Wer Interesse habe, solle sich schnellstmöglich melden.

Dafür jedoch sei ein anderes Treffen mit den Cannetanern schon fim Kalender eingetragen: Vom 31. Mai bis 7. Juni 2014 treffen sich 13 Königsteiner unter der Regie von Dr. Walter Sambeth mit 20 Freunden aus der Provence zu den 19. deutsch-französischen Wanderwochen in Mutters bei Innsbruck.
Dass die Mitglieder des Freundeskreises ihren Weg nach Tirol wie auch den durch das ganze Jahr mit dem Segen von ganz oben gehen können, dafür zeichneten die Königsteiner Sternsinger verantwortlich. Die schauten gestern gemeinsam mit Heinz-Gerhard Halberstadt auf ihrem Zug durch die Kurstadt auch beim Neujahrsempfang des Förderkreises vorbei.

Wie segensreich wiederum der Einsatz der ehrenamtlich engagierten Mitglieder des Förderkreises für die Stadt sei, das hob Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) in seinem Grußwort hervor. Stellvertretend für die vielen Vereine, die das Leben in der Kurstadt tragen, lobte der Rathauschef die Akteure, die mit ihrer Arbeit für die deutsch-französische Freundschaft symbolisch für das stünden, was sich in Europa so positiv entwickelt habe.
So wie die Feierlichkeiten zur Verleihung der Stadtrechte im vergangenen Jahr die Königsteiner hätten noch enger zusammenrücken lassen, so habe der „herrliche Besuch" der Kurstädter in Le Cannet die Freundschaft zwischen beiden Städten noch fester in den Herzen verankert.

Wer mehr über den Förderkreis erfahren oder sich für die geplante Provence-Reise anmelden möchte, wird im Internet fündig unter www.le-cannet.de.
Stefan Jung 

 

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