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Pressespiegel


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Taunus-Zeitung vom 13.01.2015

Vor dem Hintergrund der Anschläge von Paris ist die Bedeutung und die Stärke der deutsch-französischen Freundschaft in den vergangenen Tagen immer wieder hervorgehoben worden. Der Neujahrsempfang des Förderkreises der Städtepartnerschaft machte da keine Ausnahme. Es sind schwere Zeiten, in die jetzt auch der Neujahrsempfang des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein - Le Cannet fiel.
Im 43. Jahr des Bestehens der Städtepartnerschaft gelte es an dieser Stelle ein besonderes Zeichen der Solidarität mit Frankreich zu setzen, unterstrich Dr. Reinhardt Siepenkort, der Vorsitzende des Förderkreises, eingangs des sonntäglichen Empfangs. Die jüngsten Anschläge von Paris, so Siepenkort, hätten die Freiheit und die völkerverbindenden Rechte verletzt.


Auch Stadtverordnetenvorsteher Robert Rohr fand für die dramatischen Vorfälle berührende Worte und erntete hierfür von rund 130 Gästen im katholischen Gemeindezentrum anhaltenden Applaus. Es sei für ihn immer wieder erschreckend, wie Menschen ohne einen Funken von Toleranz und Größe ihre eigene Einstellung und ihr eigenes Verhalten als allein seelig machend sehen und mit welchen Mitteln sie dies durchzusetzen versuchen. Rohr: „Dieses neue Jahr hat nicht friedlich angefangen. Es brennt an vielen Stellen dieser Welt. Ich wünsche Ihnen, dass dieses Jahr wieder die Kurve kriegt, hin zum Frieden. Wir können dankbar sein, dass wir eine lange friedliche Phase hatten. Die Annäherung der ehemaligen Erzfeinde ist maßgeblich der Arbeit der Partnerschaftsvereine zu verdanken."
Wie scheinbar unversöhnlich sich Deutsche und Franzosen noch vor 100 Jahren gegenübergestanden hatten, davon haben sich Mitglieder der Städtepartnerschaftsvereine aus Königstein und Falkenstein erst im vergangenen Jahr ein Bild machen können. Siepenkort erinnerte in diesem Zusammenhang an die gemeinsame Fahrt nach Verdun. „Der Anblick der Kriegsgräber ging uns doch sehr unter die Haut", skizzierte der Vorsitzende des Förderkreises die Eindrücke, die man von dem gewonnen habe, was 100 Jahre zuvor eines der blutigsten Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges war.
Neben nachdenklichen Tönen, die die Verantwortlichen von Stadt und Förderkreis zu finden hatten, nutzte der Vereins-Vorsitzende den Neujahrsempfang allerdings auch, um auf die vielen schönen und verbindenden Momente des Jahres 2014 zurückzublicken.


Volles Programm


Eine deutsch-französische Begegnungs- und Wanderwoche mit 17 Teilnehmern aus Königstein traf sich in Österreich. 35 Teilnehmer fuhren im Juni in die Provence. Drei Personen des Förderkreises nahmen am Marathon in Südfrankreich teil und eine 15-köpfige Gruppe aus Le Cannet kam zum Weihnachtsmarkt in die Kurstadt. Auch der Schüleraustausch war laut Siepenkort 2014 wieder ein voller Erfolg. Für die Mitglieder führte Dr. Walther Sambeth wieder mehrere Tageswanderungen durch. Im Juli fand die 100. Tour seit 1997 statt. Burgfestumzug und Lavendelfest gehörten ebenso zu den Höhepunkten wie der Weihnachtsmarkt, der nach Angaben des Vorsitzenden in Sachen Wetter, Besucherzahl und Umsatz „der beste Weihnachtsmarkt seit Jahren war". Die französischen Sprachkurse liefen das ganze Jahr über erfolgreich.
„Was liegt nun 2015 vor uns", leitete Siepenkort seinen Ausblick ein, der nicht minder vielversprechend klang. So wird es auch in diesem Jahr wieder eine deutsch-französische Wanderwoche in Österreich geben. Danach folgt die Zeit der Feste - Europatag, Volksfest in Königstein, Lavendel- und Burgfest. Nach den Sommerferien wird noch einmal gewandert. Drei Tage geht es ins deutsch-französische Grenzgebiet zu insgesamt drei Wanderungen. Für Oktober ist eine Busreise geplant. Das Ziel steht allerdings noch nicht fest.
Am 11. Oktober findet im Rahmen der Tilman-Köster-Konzert-Reihe ein Klavierkonzert mit Werken von Chopin auf dem Programm. Das Jahr schließt für den Förderkreis mit einer Weinprobe im November und dem Weihnachtsmarkt im Advent ab.


Abschied vom Amt


Bereits am Donnerstag startet der Förderkreis mit der ersten Tageswanderung ins neue Jahr: „Dr. Sambeth nimmt gerne die Anmeldungen entgegen." Siepenkorth verweist in diesem Zusammenhang allerdings darauf, dass Dr. Walther Sambeth um Entlastung gebeten hat. „Franz Alter wird künftig organisatorisch mithelfen." Auch auf die eigene Arbeitsbelastung kam Reinhard Siepenkorth zu sprechen. „Am 6. März findet die Jahreshauptversammlung im Haus der Begegnung mit Vorstandswahlen statt." Er habe bereits darauf hingewiesen, dass er und seine Frau nach 28 Jahren aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr zur Verfügung stünden. „Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht weiter mitmachen möchten", ergänzte er amüsiert. Mit einem Dank an alle Mitglieder und die, die den Förderkreis unterstützen, wünschte Siepenkort zum Abschluss „bonne année und vive la jumelage".

 

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