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Wanderungen


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Pfalzwanderung am 20.9.2008

Zu einer zweitägigen Herbstwanderung trafen sich die Mitglieder des Förderkreises Le Cannet-Königstein, auch dessen Präsident Dr. Reinhard Siepenkort und seine Frau Marie-Charlotte, oberhalb von Edenkoben. Dort zwischen den Weinbergen hatte sich einst der Bayernkönig Ludwig I. ein schönes Sommerschloss bauen lassen, die "Ludwigshöhe".
Unter der fachkundigen und bewährten Leitung von Dr. Walther Sambeth ging's zunächst über den Rietberg zum Ludwigsturm, dann durchs Triefenbachtal zurück zur Ludwigshöhe. Wald, Wiesen, Felder und Weinberge wurden bei der 14 km langen Wanderung durchquert und über 400 m Höhenunterschied bewältigt. Keiner hatte mehr kalte Hände wie morgens, als die Temperaturen im einstelligen Bereich gelegen hatten.
Zu Abendessen und Übernachtung war die Gruppe im "St. Martiner Castell" im Zentrum dieses Städtchens angemeldet. Es gab ein Dreigang-Menü mit Aperitif und sechs (!) begleitenden Weinen. Ein Pfälzer Urgestein, Günter König, sorgte für Erläuterungen zu Wein, Saumagen, Maronen und Feigen, zwischendurch aufgelockert durch Anekdoten und zwei Lieder zur Gitarre.
Am nächsten Morgen gab es Probleme mit der geplanten Strecke, aber Sambeth hielt schon eine Alternative bereit. Nach kurzer Autofahrt erreichte man Wachenheim ? von weitem schon sichtbar der Turm der Ruine Wachtenburg, die über dem Ort thront. Erst ging's gemächlich durch das Poppental letzte Sommerblüher noch auf den Wiesen, aber auch schon lila Herbstzeitlose und erste reife Trauben an den Rebstöcken. Sah man früher fast nur helle Sorten, bedecken heute die blauen schon fast die Hälfte der Anbaufläche.
Vom "Weißen Stein" in ca. 350 m Höhe arbeiteten sich die Wanderer auf sehr steilen Pfaden bis über 500 m hinauf zum Eckkopf, wo wohlverdient das Picknick verzehrt wurde. Einige bestiegen noch den stählernen Aussichtsturm neben der überdachten Terrasse des Wanderheims und schwärmten von der weiten Aussicht bis zum Odenwald. Der Abstieg war überraschenderweise nicht so steil wie nach dem Anstieg befürchtet. Angenehm wand sich der Pfad zwischen Eichen, Kiefern und vielen Esskastanien nach unten, einige entdeckten noch letzte Pilze.
Auf der sonnigen, windgeschützten Terrasse der Burganlage ließ man sich Federweißen, Wein, Kaffee und köstlichen Apfel-Walnuss-Kuchen schmecken und genoss die schöne Aussicht auf Weinberge und Ort. Doch noch nicht Herbst wie am ersten Tag, sondern vielleicht der letzte schöne Sommertag?
Ein rundum gelungener Ausflug, an den man sich immer wieder gern erinnern wird!

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