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50 Jahre Freundschaft zwischen Le Cannet und Königstein

Le Cannet/ Frankreich. Ob per Auto, Minibus oder Flugzeug, aus allen Richtungen fanden 110 Königsteinerinnen und Königstein ihren Weg nach Le Cannet. Vom letzten Donnerstag bis Sonntag feierten dort Franzosen und Deutsche das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Le Cannet und Königstein.

Am Donnerstagabend lud die Stadt Le Cannet mit den Freunden des Partnerschaftskomitees zu einem freundschaftlichen Abend in den „Salle Recroix" ein. Die Besucher aus dem Taunus wurden musikalisch von der „Academi doù Mijour", die bereits seit 50 Jahren der Städtepartnerschaft verbunden ist, herzlich in Empfang genommen. Madame Maggioni, die 1. Stadträtin in Le Cannet, begrüßte zusammen mit Francois Aigrot die Gäste aus Königstein. Darunter den 1. Stadtrat Jörg Pöschl, Wolfgang Riedel mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Vorstand und Komitee des Förderkreises der Städtepartnerschaft, die Lavendelkönigin Ariane I., das Königsteiner Burgfräulein Angelika I. mit ihrem Gefolge sowie Mitglieder der Garde des Königsteiner Narrenrings. Es war ein sehr herzlicher Empfang von den französischen Freunden mit einem reichhaltigen Buffet und gekühltem Rosé aus der Provence. Herzlich tauschten sich die deutsch-französischen Freunde an dem Abend aus und besprachen das Programm für das Festwochenende.

Für Freitag stand ein Tagesausflug nach Menton an. Die von Le Cannet ca. 50 Kilometer entfernte Küstenstadt an der französisch-italienischen Grenze zeigte sich von ihrer besten Seite bei strahlendem Sonnenschein. Die Stadt der Zitronen, wie sie gerne genannt wird, verzaubert durch ihre Schönheit sowie durch ihre exzellente Lage am Mittelmeer. In Kleingruppen aufgeteilt, erhielten die Königsteiner Gäste eine Führung durch die Altstadt Mentons. Höhepunkt der Führung bildete die Besichtigung des „Hochzeitszimmers" im Rathaus von Menton, das von dem seinerzeit in Menton beheimateten Universalkünstlers Jean Cocteau gestaltet wurde. Der Weg durch die engen Gassen der Altstadt führte die Königsteiner Gäste schließlich hinaus in den botanischen Garten Mentons, in dem es neben zahlreichen Zitrusbäumen auch die einen oder anderen botanischen Exoten zu bewundern gab.

Nach einem sehenswerten Ausflug nach Menton ließen sich die Gastgeber etwas Besonderes einfallen. Für den Abend luden die französischen Freunde zu einem Abendessen in ein Strandlokal in Cannes ein. Unter der Abendsonne auf weißem Sandstrand konnten die Königsteiner Gäste bei einem Aperitif die Abendsonne mit Blick über das Mittelmeer auf die Inseln Ste. Marguerite und Ste. Honorat sowie zum Esterel-Gebirge genießen. Begleitet wurde der Abend von der Jazzband aus Le Cannet, die für eine gute und ausgelassene Stimmung sorgte. Zwischenzeitlich ist am Freitagabend auch Bürgermeister Leonhard Helm in Le Cannet eingetroffen.

Der offizielle Festakt anlässlich des 50-jährigen Jubiläums stand am Samstagvormittag auf dem Programm. Bevor die feierliche Zeremonie eröffnet wurde, gedachten die Anwesenden der in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten am Ehrenmal.

Im Amphitheater im „Parc Tivoli" wurde die Städtepartnerschaft zwischen Le Cannet und Königstein von den offiziellen Vertretern beider Städte erneut bekräftigt. Die beiden Bürgermeister Yves Pigrenet und Leonhard Helm, die Vorsitzenden beider Komitees Francois Aigrot und Wolfgang Riedel sowie die Abgeordnete Michèle Tabarot und Erster Stadtrat Jörg Pöschl unterzeichneten die entsprechende Freundschaftsurkunde.

In seiner Ansprache ging der Vorsitzende des Förderkreises der Städtepartnerschaft, Wolfgang Riedel, auf die tiefe Freundschaft beider Städte ein: „Die Städtepartnerschaft ist wie ein Garten, der gepflegt sein will, wenn man sich an Blüten und Blumen, an Früchten und Kräutern erfreuen möchte." Bürgermeister Leonhard Helm hob in seiner Festrede hervor, dass es in diesen Zeiten um so wichtiger sei, in denen sich Länder wieder aus der Europäischen Gemeinschaft verabschieden, gemeinsam den europäischen Gedanken weiterzutragen. Und hierfür sei die Städtepartnerschaft zwischen Le Cannet und Königstein seit 50 Jahren ein hervorragendes und lebendiges Beispiel, wie europäische Freundschaft gelebt wird.

Als Anerkennung für die 50-jährige Freundschaft überreichten Monsieur Yves Pigrenet und Madame Michèle Tabarot der Stadt Königstein 2 Parkbänke mit den Wappen beider Städte, die ihren Platz im Königsteiner Stadtbild finden werden. Darüber hinaus erhielten Wolfgang Riedel und Bürgermeister Leonhard Helm aus den Händen des Cannetarner Bürgermeisters die Goldene Medaille der Stadt Le Cannet sowie den Golden Stadtschlüssel. Aber auch Leonhard Helm kam nicht mit leeren Händen. Er überreichte den Vertretern der Stadt Le Cannet einen Wegweiser, der in sämtliche Partnerstädte Le Cannet mit Angabe der Entfernungen weist. Im Anschluss an den offiziellen Festakt nahmen die Königsteiner Gäste die Einladung der Stadt Le Cannet für das Festmenü im „Bistrot des Anges" bei dem mit zwei Sternen ausgezeichneten Meisterkoch Bruno Oger an.

Abends nahm die deutsche Delegation gemeinsam mit ihren Cannetaner Freunden an einem Gottesdienst teil und ließen den Festtag auf dem „Place Foche" im Rahmen des Johannisfestes ausklingen. Bei einem lockeren Barbecue, Live-Musik und Tanz genoßen die rund 100 Königsteinerinnen und Königsteiner die Stimmung auf dem Volksfest in Rocheville.

Bevor es am Sonntag Abschied nehmen hieß, trafen sich Königsteiner und Cannetaner auf dem Gelände des örtlichen Boule-Clubs in Le Cannet. Die Mitglieder des Boule-Clubs bereiteten für die Gäste aus dem Taunus eine köstliche Paella zu, bevor ein gemeinsames Boules-Turnier auf dem Plan stand. In mehreren Spielrunden ließen französische und deutsche Teams die Boulekugeln über die sandigen Bahnen rollen. Die deutschen Teams spielten so engagiert Boule, dass der Zeitplan im Hinblick auf die Busfahrt zum Flughafen etwas aus den Fugen geriet. Damit der Abflug von Nizza noch gewährleistet werden konnte, wurde der Reisebus der Königsteiner Gäste von zwei Polizeimotorrädern bis zur Autobahn eskortiert.

Die Königsteinerinnen und Königsteiner kehren zwar ohne den Pokal des Boule-Turniers zurück, dafür haben sie aber reichlich an herzlichen Momenten und zahlreiche schöne Erinnerungen an die drei Tage in Le Cannet im Gepäck, von denen sie noch lange zehren können.

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