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Lavendelduft und Majestäten

Taunus-Zeitung vom 02.09.2003

Die Lavendelpflanzen rund um den Königsteiner Le-Cannet-Brunnen sind in diesem Jahr bereits verblüht. Am letzten Tag der Sommerferien lag jedoch nochmal ein Hauch Provence über der Kurstadt. "Im Süden Frankreichs findet die Lavendelernte im Juni und Juli statt, die Erntefeste werden aber immer erst im August gefeiert", erläuterte Dr. Reinhard Siepenkort, der Vorsitzende des Förderkreises der Städtepartnerschaft. Der Verein feierte am Sonntag sein viertes Lavendelfest rund um den Brunnen, den die französische Partnergemeinde seinerzeit zum Zeichen 25-jähriger Verbundenheit gestiftet hatte. Mittlerweile ist die Städtefreundschaft in ihrem 30. Jahr, und auch dieses Jubiläum wurde im Sommer gebührend gefeiert. "Von unserer Wanderwoche in Frankreich haben wir wohl noch ein bisschen Sonne mitgebracht", freute sich Siepenkort. Nicht nur das Wetter ließ einen letzten Anflug Urlaubsstimmung aufkommen, auch die typischen Produkte, die Komiteemitglied Hannelore Brill ganz frisch aus der Provence mitgebracht hatte, waren begehrt. Vin d'Orange, Lavendelseife und Olivenöl gab es da in Körben drapiert wie auf einem französischen Dorfmarkt.

Brill empfahl besonders den Miel de Lavande. "Der Lavendelhonig ist zwar nicht ganz billig, dafür schmeckt er köstlich." Leckereien gab es auch auf den Tellern der Besucher: der Lammbraten und das Ratatouille mundeten gut gewürzt mit einer kräftigen Prise Herbes de Provence, und die Gläser waren mit dem "Partnerschaftswein" aus Carombe gefüllt. Rund 120 Gäste lockte das Lavendelfest ins Freie, ein zufrieden stellendes Ergebnis fand der Förderkreis-Vorsitzende. "Wir haben uns nie als Vereinsfest verstanden, sondern legen Wert darauf, nach allen Seiten hin offen zu sein. Der Förderkreis will mit der Veranstaltung den Gedanken an die Städtepartnerschaft aufrechterhalten und gleichzeitig mit einem kommunikativen Ereignis die zweite Jahreshälfte beginnen."

Das gemütliche Straßenfest mit dem südlichen Charme wäre ohne die Krönung einer Lavendelkönigin nicht komplett. In diesem Jahr konnte sich Lisa Grabbe, begleitet von den Glückwünschen ihrer Amtskollegin, dem Burgfräulein Anja I., die geflochtene Krone aufs Haupt setzen. Der Adelstitel kam zum richtigen Zeitpunkt: "In diesem Schuljahr beginne ich mit dem Französischunterricht", so die Zwölfjährige. Eine besondere Ehrung erhielt außerdem ein alter Bekannter: Siepenkort überreichte dem ehemaligen Ersten Stadtrat Klaus Dehler mit der deutsch-französischen Freundschaftsmedaille die höchste Auszeichnung, die der Verein vergibt.

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