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Taunus-Zeitung vom 10.01.2023

KÖNIGSTEIN - Partnerschaftsverein blickt beim Neujahrsempfang zurück und voraus auf Jubiläumsfeierlichkeiten

Wären beide Städte ein Ehepaar, es ließe sich von der „Goldenen Hochzeit" sprechen. Denn 50 Jahre und ein paar Monate mehr lebt mittlerweile die Partnerschaft zwischen Le Cannet Rocheville und Königstein.

Das abgelaufene und das just begonnene Jahr standen und stehen besonders im Zeichen dieses Jubiläums. „Wir blicken auf ein besonderes Jahr zurück und auf ein besonderes voraus", hob Wolfgang Riedel während des Neujahrsempfangs des Förderkreises Städtepartnerschaft hervor.

Die Verschwisterung der Stadt an der Côte d'Azur und der Kurstadt im Taunus spiegele den Geist des Elysée-Vertrags, der die deutsch-französische Aussöhnung und Freundschaft besiegelte, sagte der Vorsitzende des Vereins im Foyer des Hauses der Begegnung.

Er erinnerte an das Werk der beiden Staatsmänner Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, das dem Hass zwischen den beiden Nationen ein Ende setzte.

Gleichwohl seien auch Städtepartnerschaften „einem epochalen Wandel ausgesetzt". Riedel: „Reisen ins europäische Ausland sind heute im Gegensatz zu den 1960er und 70er Jahren nichts Besonderes mehr."

Daher gelte es zu überlegen, wie die Verbindungen zu anderen Städten auf dem Kontinent lebendig und gerade für jüngere und junge Menschen attraktiv gestaltet werden könnten. Der Vorsitzende des außerordentlich aktiven Vereins zeigte sich „zutiefst überzeugt, dass zwischenmenschliche Beziehungen stärker sind als politisches Machtgebaren". Das lasse sich ebenfalls am russischen Angriff auf die Ukraine ablesen. Städtepartnerschaften haben nach seinen Worten „gewaltige Wirkungen erzielt. Sie sind der einzige Weg in eine gemeinsame Zukunft." Auf diesem Wege seien sich Menschen und Gesellschaften nähergekommen. „Das gilt auch für die deutsch-polnische Aussöhnung, die von der deutsch-französischen inspiriert ist", sagte Riedel.

„Jeder der sich daran beteiligt, bringt ein Stück Deutschland nach Frankreich wie umgekehrt ein Stück Frankreichs nach Deutschland kommt." Lebendig bleibe eine Partnerschaft indes nur, wenn sich möglichst viele Menschen engagierten.

„Großes Merci" an alle Unterstützer

Auf den Einsatz der Vereinsmitglieder und die Unterstützung anderer Vereine sowie der Stadt Königstein habe der Förderkreis im abgelaufenen Jahr stets zählen können, sprach Riedel allen Helfern „ein großes Merci!" aus.

Das Engagement zeige sich in der stattlichen Anzahl von 22 Veranstaltungen während der zurückliegenden zwölf Monate. Zu den Höhepunkten zählte er den Besuch von 53 Cannetanern in Königstein während des Festwochenendes im September, den Vortrag von Christophe Braouet zum deutsch-französischen Verhältnis, das Jugendfußballturnier mit einer Jugendmannschaft aus der Partnerstadt sowie die Wandertage in Tirol.

Hocherfreut zeigte sich Riedel, dass mehr als 100 Anmeldungen für die Jubiläumsfeiern vom 22. bis 25. Juni in Südfrankreich vorlägen. Die Grüße des Magistrats und des Stadtparlaments überbrachte Erster Stadtrat Jörg Pöschl (CDU). Eine dankbare Aufgabe, so Pöschl, die ihm zugefallen sei, da Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) im Urlaub weile, Kraft und Energie zu schöpfen für sein letztes vollständiges Amtsjahr.

Der Förderkreis sei „einer der aktivsten und präsentesten Vereine Königsteins" und besitze mit rund 250 Mitgliedern eine gute, stabile Struktur. „50 Jahre sind ein starkes Jubiläum. Nicht allen Aktivitäten ist eine solch lange Zeit beschieden", hob Königsteins Erster Stadtrat hervor. Der Förderkreis könne stolz sein auf das Geleistete.

Das Engagement der Bürgerschaft mache die Partnerschaft so erfolgreich, würdigte Burgfräulein Angelika I. die Arbeit des Vereins. Die Partnerschaften führten „zu großartigen Begegnungen auf vielerlei Ebenen". Die Einladungen nach Le Cannet und Le Mêle, der Falkensteiner Partnergemeinde, hätten sie sehr gefreut. „Die engen Kontakte festigen die Freundschaft und übermitteln Werte", unterstrich das amtierende Burgfräulein auch im Namen von Lavendelkönigin Ariane I. Die silbrig schimmernden Klänge des Flötentrios Anna Becker (Lavendelkönigin 2018), Sophia Maluch und Thalia Wurl, alle Schülerinnen der Königsteiner Musikschule, rahmten den Empfang abwechslungsreich.

Quellenangabe: Taunus Zeitung vom 10.01.2023, Seite 14 Ulrich Boller

 

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