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Taunus-Zeitung vom 20.03.2023

KÖNIGSTEIN Förderkreis-Chef Riedel stellt Weichen für Abschied in 2024

Über fünf Jahrzehnte wirkt Wolfgang Riedel im Vorstand des Förderkreises Städtepartnerschaft mit, seit 2015 als dessen Vorsitzender. Die erneute Kandidatur für dieses Amt werde zugleich seine letzte sein, kündigte er während der Mitgliederversammlung am Freitagabend an.

Riedel, der in Kürze sein siebtes Lebensjahrzehnt vollendet, sieht damit und mit den Jubiläumsfeiern in der südfranzösischen Partnerstadt Le Cannet im Sommer den richtigen Zeitpunkt, sein Wirken an der Spitze des 255 Mitglieder starken Vereins zu beenden. Ein Jahr noch werde er mit gewohntem Einsatz sein Amt ausfüllen, um es dann in jüngere Hände zu legen.

In welche, wollte er noch nicht verraten, es werde jedoch ein erfahrenes Mitglied des Vorstands sein.

Weichen für Nachfolge gestellt

„Der Wechsel und die Einarbeitung sind sorgfältig geplant und werden reibungslos ablaufen", sagte er vor zahlreichen Vereinsmitgliedern und Gästen im Haus der Begegnung.

Vor den Neuwahlen zu Vorstand und Komitee berichtete Riedel über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr.

Als Höhepunkte nannte er das Festwochenende im September, zu dem 55 Cannetaner anreisten, sowie das Lavendelfest, den höchst aufschlussreichen Vortrag von Christophe Braouet und die Wanderwoche in den Tiroler Alpen.

„Ohne das Jubiläumsprogramm sind das gut zwei Dutzend Veranstaltungen über das Jahr verteilt, mithin alle drei Wochen eine", führte der Vorsitzende aus. „Der Verein, wir alle, können mit Stolz und Freude auf 50 Jahre der Partnerschaft zurückblicken."

Zu deren „Vätern" zählten auf Königsteiner Seite der damalige Bürgermeister Antonius Weber und auf Cannetaner der Ehrenvorsitzende des dortigen Partnerschaftsvereins, Gaston Fischesser. Beider Ableben in den zurückliegenden Monaten habe in den Partnerstädten tiefe Trauer hervorgerufen.

Dass eine Gruppe aus Königstein zur Trauerfeier für den Königsteiner Ehrenbürger Fischesser nach Südfrankreich reiste, sei „als starkes Zeichen der Verbundenheit empfunden" worden, berichtete Riedel.

Zu höheren Ausgaben führten vor allem die Feiern zum Jubiläum, berichtete Kassierer Stefan Seidel über das abgeschlossene Geschäftsjahr.

Gleichwohl stehe der Verein finanziell auf sehr soliden Füßen. Dem beispielhaft transparenten Kassenbericht entspreche eine beispielhaft präzise und nachvollziehbare Buchführung, bestätigte Kassenprüfer Dr. Oskar Mayr. Auf seinen Antrag entlasteten die Mitglieder den Vorstand ohne Gegenstimme.

Über 100 wollen mit nach Le Cannet

Einstimmig bestellten die Mitglieder das Leitungsgremium für die kommenden zwei Jahre. Zu gleichberechtigten Stellvertretern des Vorsitzenden wurden die bisherigen Amtsinhaber Patricia Galfré-Danielzik und Alexander Hees gewählt. Kassierer bleibt Stefan Seidel. Den Posten der Schriftführerin nimmt Daniela Wirtnik ein. Ihre Vorgängerin Anne Danielzik kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr. Neu im Kreis der Beisitzer ist Ariane Baecker, deren Amtszeit als Lavendelkönigin im Sommer endet. Hanne Brill, Marianne Crux, Uschi Machhaus und Dagmar Reuter komplettieren als Beisitzerinnen den Vorstand.

Mehr als 110 Anmeldungen liegen laut Riedel für die Reise zu den Jubiläumsfeiern vom 22. bis 25. Juni in Le Cannet vor, darunter die komplette Festungsgarde, das Burgfräulein mit Gefolge und Vertreter der städtischen Gremien.

Anschließend erkunden die Wanderfreunde unter Leitung von Heinz Alter die Landschaft im Umfeld. Der Juli steht im Zeichen des Lavendelfestes und der Teilnahme am Umzug des Königsteiner Burgfestes. Eine Wanderung widmet sich zum Paulskirchenjubiläum den Brüdern Gagern.

Hochgenüsse verspricht einmal mehr die Wein-, Käse- und Olivenprobe, die Marie-Charlotte und Dr. Reinhard Siepenkort sowie „Olivenkönigin" Hanne Brill ebenso sachkundig wie liebevoll vorbereiten.

Freundschaften und Partnerschaften zwischen Städten seien „keine einmal abrufbaren und dann von selbst funktionierenden Zustände", hob Dr. Michael Hesse (ALK) hervor. „Diese Verbindungen müssen gelebt und gepflegt werden", sagte der Vorsteher des Stadtparlaments. Der Förderkreis habe seit nunmehr fünf Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Verständigung der Völker geleistet. Wie schnell ein „friedliches Miteinander in kriegerische Gewalt umschlagen" könne, habe der russische Angriff auf die Ukraine gezeigt. Dem Dank für das große Engagement, besonders im Jubiläumsjahr, schloss sich Erster Stadtrat Jörg Pöschl (CDU) an.

Zum Abschluss der Versammlung ehrte der Vorstand langjährige Mitglieder, darunter vier für 50 Jahre sowie zwei für 45 und 40 Jahre.

Quellenangabe: Taunus Zeitung vom 20.03.2023, Seite 14 von Ulrich Boller 

 

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