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Taunus-Zeitung vom 19.06.2023

Bald geht's los! Schon fast in Stunden zählen lässt sich die Zeit bis zu Abreise gen Frankreichs Süden. Eine stattlich großer Tross aus Königstein bricht am kommenden Donnerstag auf, um in Le Cannet das goldene Jubiläum der Städtepartnerschaft zu feiern. Über letzte Einzelheiten des viertägigen Programms hat Wolfgang Riedel, der Vorsitzende des hiesigen Förderkreises der Städtepartnerschaft, die Teilnehmer just per elektronischer Post informiert. Das hat die Vorfreude noch einmal merklich angefacht, wie sich seinen Worten und seiner Stimme am Telefon entnehmen lässt.

Historische Garde ist mit von der Partie

Über Mehr als Teilnehmer umfasst nach seinen Worten die Reisegruppe, darunter sind Vertreter städtischer Gremien, Burgfräulein Angelika I. mit Gefolge, Lavendelkönigin Ariane I., die Historische Festungsgarde - alle schmuck gewandet. Die Vielzahl der Teilnehmer habe große Freude in der französischen Partnerstadt ausgelöst, sagt der Vorsitzende des Förderkreises Städtepartnerschaft.

Die meisten von ihnen legen die knapp 750 Kilometer vom Taunus an die Côte d'Azur auf dem schnellsten und direktesten Weg zurück. Gute 90 Minuten dauert der Flug von Rhein-Main nach Nizza. Le Cannets Bürgermeister Yves Pigrenet und der Vorsitzende des Cannetaner Partnerschaftskomitees, François Aigrot, heißen die Gäste am ersten Abend in der Salle Recroix willkommen. Bei dem zwanglosen Treffen bestehe die Möglichkeit zu Begegnung und Unterhaltung, sagt Riedel. Außerdem gibt es das Programm der bevorstehenden Festtage. „Am nächsten Tag sind wir zu einem größeren Ausflug eingeladen", kündigt Riedel an. Wohin es geht? „Das weiß ich auch noch nicht. Lassen wir uns von unseren Freunden überraschen." Den offiziellen Abschnitten des Jubiläumswochenendes sei der Samstag gewidmet.

Mann mit Prinzipien, Verve und Bedacht

Dazu zählt eine Kranzniederlegung, ein gemeinsames Mittagessen sowie eine Feierstunde im Tivoli in Le Cannet. Dabei unterzeichnen die Repräsentanten der beiden Städte sowie der Partnerschaftsvereine eine Charta zur Erneuerung und Bestätigung der nunmehr über 50-jährigen Partnerschaft. Abends ist ein Gottesdienst vorgesehen, anschließend die „Fête de St. Juan", das Johannisfest, beides im Stadtteil Rocheville. Mit einem gemeinsamen Essen und dem beliebten Boule-Turnier endet das Jubiläumswochenende am Sonntag. „Gemäß guter Tradition feiern wir Jubiläen immer in beiden Städten", erläutert der Vorsitzende des Förderkreises. Im vergangenen Jahr waren die Cannetaner zu Gast in Königstein, jetzt ist es umgekehrt.

Sowohl auf Königsteiner als auch auf Cannetaner Seite sei einmal mehr viel vorzubereiten und abzustimmen gewesen, sagt Riedel. Dank der über Jahrzehnte gewachsenen Freundschaft zwischen den Vertretern beider Städte falle das jedoch nicht allzu schwer. „Es hat wieder viel Freude gemacht", unterstreicht er. Ein Wermutstropfen liege gleichwohl über der diesjährigen Begegnung. „Ende Februar mussten wir uns von Gaston Fischesser verabschieden", erinnert Riedel an den langjährigen Vorsitzenden des Cannetaner Komitees. „Was er für die Freundschaft und Partnerschaft beider Städte geleistet hat, lässt sich kaum überschätzen", unterstreicht er. Seit der Gründung 1973 stand Fischesser drei Jahrzehnte lang an der Spitze der Association de Jumelage. „Er und seine Frau Jacqueline waren treibende Kräfte der Partnerschaft", würdigt ihn Wolfgang Riedel. Fischessers Persönlichkeit, sein Engagement, seine Ausstrahlung und sein zugewandtes Wesen ließen ihn nicht zuletzt in der Kurstadt im Taunus hohes Ansehen gewinnen. Vor 26 Jahren verlieh ihm die Königsteiner Stadtverordnetenversammlung die Würde eines Ehrenbürgers. Als „Mann mit Prinzipien und Standpunkten, der mit Verve für seine Sache einsteht, seine Worte aber mit Bedacht zu setzen weiß - und das gleich in zwei Sprachen, derer er sich ganz selbstverständlich bedient", würdigte ihn die Taunus Zeitung vor zwei Jahren zum 90. Geburtstag.

Rund 43 000 Einwohner

Die Städtepartnerschaft mit Le Cannet-Rocheville wurde 1972 Königstein und 1973 in der neuen Partnerstadt begründet und besiegelt. Die französische Stadt hat rund 43 000 Einwohner und liegt an der Côte d'Azur (siehe Plan oben). 2011 wurde das Museum Bonnard eröffnet. Es ist dem in Le Cannet verstorbenen Maler Pierre Bonnard (1867 bis 1947) gewidmet und präsentiert auch andere Künstler als „nur" den Namensgeber, den Fachleute als Post-Impressionisten bezeichnen. red

 

Quellenangabe: Taunus Zeitung vom 19.06.2023, Seite 14

 

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