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29. deutsch-französische Wanderwoche in Oberstdorf

Beitrag vom 21. Juni 2025 unter: Aktuelles, Berichte, Bildergalerien, Wanderwochen

Zwölf Wanderer, neun Königsteiner und drei Cannetaner, trafen sich vom 10.-17. Juni im Hotel Nebelhornblick in Oberstdorf zur 29. deutsch-französische Wanderwoche. Im Gegenteil zum letzten Jahr meinte es der Wettergott dieses Mal ausgesprochen gut mit der Wandergruppe, denn strahlender Sonnenschein und frühsommerliche Temperaturen waren die Begleiter. Fünf abwechslungsreiche Wandertouren hatte das Wanderteam um Heinz Alter, Detlef Goepel-Abtt und Wolfgang Riedel im Vorfeld dieser Tage ausgearbeitet, eine schöne als die andere.

Los ging es in der Breitach-Klamm

Am ersten Tag ging es vormittags in die Breitach-Klamm, die mit 150 Meter die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas ist. Tosendes Wasser und schäumende Gischt begleitete die Wanderer auf ihrem Weg durch dieses sehr beeindruckende Naturschauspiel. Von der Tiefe der Klamm ging es am Nachmittag hoch hinaus auf das Nebelhorn. Zunächst mit der Seilbahn zur Bergstation Höfatsblick auf 1932 Meter Höhe, bevor ein Teil der Gruppe die restlichen knapp 300 Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Nebelhorns erklomm, während der andere Teil die Pendelseilbahn nahm. Alle wurden dann auf 2224 Meter Höhe mit einem faszinierenden Rundumblick auf die Berge belohnt.

Wunderbares Kleinwalsertal

Am zweiten Tag hatten die Teilnehmer wiederum die Wahl, entweder per Seilbahn zur Bergstation Söllereck, oder vom Hotel aus die knapp 400 Höhenmeter zu Fuß zu erklimmen. Oben angekommen wanderten alle gemeinsam den abwechslungsreichen Wanderweg Richtung Riezlern im Kleinwalsertal, wobei auch die Staatsgrenze Österreich passiert wurde. Im Bergstüberl oberhalb von Riezlern wurde Rast eingelegt, um frisch gestärkt entweder hinunter nach Riezlern zu wandern oder den Weg zurück zur Bergstation Söllereck, immer mit Blick auf die imposanten Berge.

Traumhafte Ausblicke

Am dritten Tag stand das Fellhorn auf dem Programm. Von der Talstation in Riezlern ging es mit der Kanzelwandbahn in weniger als neun Minuten hinauf zur die Bergstation auf 1957 Meter Höhe. Dort oben erwartete die Wanderer eine „andere Welt“. Traumhafte Ausblicke in die Ferne und schon in Sichtweite das Fellhorn auf 2037 Metern, das erste Ziel auf dieser Etappe. Doch der Weg führte zunächst von der Bergstation hinunter zum Riezler See und dann stetig bergan zum Gipfel des Fellhorn. Stolz ließen sich die Wandersleute am Gipfelkreuz fotografieren. Der Rückweg führte vorbei an herrlichen Blumenwiesen und Bergrosen bis zur Schlappold Alpe, der ältesten Alpe in Bayern. Dort angekommen wurde ausführlich Rast gemacht, denn die Mittelstation der Fellhornbahn lag zwar in Sichtweite, aber der Rückweg hielt doch einige steile Anstiege bereit. Zurück ging es dann per Bus nach Oberstdorf.

Entlang an der rauschenden Trettach

Nach dieser „Bergetappe“ war die vierte Tagesetappe nur leicht ansteigend zum Oytalhaus dann etwas für Genießer: vorbei am Moorbad Oberstdorf, am beeindruckend gelegenen Moorweiher und immer weiter an der rauschenden Trettach entlang bis zum Oytalhaus. Auf dem Rückweg ebenfalls durch den schattigen Wald konnten endlich die müden Füße in der Trettach gekühlt werden. Zurück in Obersdorf wurden die Wanderer von einem Gewitter „begrüßt“.

Schwimmen im Freiberg See

Wer nun dachte, dass das Gewitter vom Vorabend die Luft abkühlen würde, hatte sich getäuscht. Trotzdem machten sich die Wandersleute am fünften Tag durch Wälder und Wiesen auf den Weg zum Freiberg-See, vorbei an der drittgrößten Skisprungschanze der Welt, der Heini-Klopfer-Skisprungschanze. Am Freiberg See angekommen war Gelegenheit für ein erfrischendes Bad in dem klaren See. Nach der Rast führte der Rückweg nach Oberstdorf an der Stillach entlang, dem dritten Fluss in Oberstdorf neben Breitach und Trettach.

Oberstdorf näher kennenlernen

Der sechste Tag wurde zum Ruhetag erkoren, da sich das Wetter sich leicht unbeständig zeigte. Dies war eine willkommene Gelegenheit, um Oberstdorf ganz individuell näher kennen zu lernen, eine Shopping-Tour durch die unzähligen Sportläden zu unternehmen, oder sich mit der Sommerrodelbahn am Söllereck-Lift in die Tiefe zu stürzen.

Aktive Freundschaft zwischen Königstein und Le Cannet

Auch die 29. Deutsch-französische Wanderwoche war geprägt von herrlichen Wanderungen in der Allgäuer Bergwelt, gemeinsamen Brotzeiten, ausführlichen Gespräche und Spieleabenden im Hotel. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich mit Freude an diese Woche erinnern, die einmal mehr dazu beitrug, die deutsch-französische Freundschaft aktiv zu leben. Zum Abschluss, wie auch schon zu Beginn gab es einen kleinen Sektempfang, zu dem der Förderkreis der Städtepartnerschaft eingeladen hatte, verbunden mit einem Gruß des Vorsitzenden Alexander Hees. Wolfgang Riedel, der die Gruppe zusammen mit Detlef Goepel-Abtt anführte, ließ die Tage nochmals kurz Revue passieren und dankte vor allem den drei Cannetaner Wanderern, dass sie diese weite Reise auf sich genommen haben. „Wir freuen uns schon auf die 30. deutsch-französische Wanderwoche im nächsten Jahr und hoffen, dass dann wieder eine größere Anzahl von Wanderern diese Tradition der beiden Vereine mit Leben erfüllen wird,“ betonte Riedel zum Abschluss.

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