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Portrait: Unsere Werte und Aktivitäten

In den Jahrzehnten seit 1972 hat sich unsere Städtepartnerschaft immer wieder gewandelt. Epochen kamen und gingen, Impulse und Aktivitäten hielten Einzug ins Miteinander oder lösten andere ab. Hier sind unsere Grundwerte und einige unserer vielfältigen Aktivitäten.

Philosophie und Grundwerte

Die lang währende Freundschaft zwischen Königstein und Le Cannet fußt auf tiefer Verbundenheit und fundamentalen Werten, die wir bei jedem Treffen fühlen und die uns leiten.

Wir setzen immer wieder erneut Zeichen der Verbundenheit, pflegen kontinuierlich unsere Kommunikation und feiern gemeinsam.

Kommunikation

Erstes Mittel der Verständigung ist natürlich die Sprache. So bietet der Förderkreis vom frühen Anfang an seinen Mitgliedern und Interessenten französische Sprachkurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, ebenso wie es unsere französischen Freunde in Le Cannet tun.

Unsere Internetpräsenz

Seit 2000 betreiben wir die Website des Förderkreises unter www.le-cannet.de. Auch die Association de Jumelage in Le Cannet ist integriert. Sie finden hier also beide Partnerschaftsvereine, Königstein und Le Cannet, mit ihren aktuellen Programmen, Ankündigungen, Bildberichten und historischen Informationen vereint. Weitere Möglichkeiten bieten Links zu anderen Websites.

Presse

Der Förderkreis der Städtepartnerschaft pflegt auch die klassische Kommunikation in der Öffentlichkeit über die Presse, die uns schon lange Jahre hervorragend begleitet, über die Beteiligung an öffentlichen Veranstaltungen, z.B. dem Europa-Tag des Hochtaunuskreises, Volksfest, Weihnachtsmarkt und über eigene öffentlichen Veranstaltungen wie dem Neujahrsempfang oder dem Lavendelfest am Le Cannet-Brunnen in der Limburger Straße im Sommer oder der Wein-, Käse und Olivenprobe im Herbst.

Kommunikation auch in Zukunft

Ziel bleibt, die Idee der Städtepartnerschaft und der deutsch-französischen Freundschaft zu stärken und damit die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Interessenten sind herzlich willkommen.

Gemeinsam feiern

Alle fünf Jahre trifft man sich zu den Jubiläen, um sie gemeinsam zu begehen und die Städtepartnerschaft zu bestätigen. Die ganze Bevölkerung soll daran teilhaben, um die Idee der deutsch-französischen Partnerschaft und der europäischen Völkerfreundschaft – seit über 60 Jahren Frieden – zu bekräftigen.

Einbindung ins Burgfest

Daher hatte 2012 die Einbindung des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft in das Burgfest als das große und wichtigste Volksfest in Königstein geradezu symbolhaften Charakter. Rund 100 Gäste aus der Partnerstadt waren damals angereist. Aus den anderen Partnerstädten Kornik in Polen, den beiden Königstein in Sachsen und in der Oberpfalz waren Delegationen vertreten. Zusammen mit dem Burgverein Königstein, dem Burgfräulein, den beteiligten anderen Vereinen, besonders der Ritter und der Festungsgarde sowie der breiten Beteiligung der Königsteiner war eine neue Dimension dieses Festes „geboren“. Das 45-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft wird vom 22. Juni – 25. Juni 2017 wiederum zusammen mit dem Burgfest in Königstein gefeiert.

Bedeutung der Burg

Die Burg hatte schon immer eine große Bedeutung bei unseren großen Veranstaltungen und Jubiläen, z.B. beim 15-jährigen mit Blasmusik im Dunklen Bogen oder beim 25-jährigen mit 800 Besuchern im Burg-Innenhof. Unvergessen sind auch die großen Feste in Le Cannet, seien es die Schiffsausflüge oder der Mittagsimbiss auf der Festungsruine von St. Tropez oder der Besuch der Insel Porquerolles und den Calanques beim letzten Mal.

Zeichen der Verbundenheit

Als äußeres Zeichen der Verbundenheit in der Städtepartnerschaft wurden Straßen und Plätze benannt (Le Cannet-Rocheville-Straße in Königstein, Rue Königstein und Parking Königstein in Le Cannet), Brunnen gesetzt (in Le Cannet vor der Mairie, in Königstein in der Limburger Straße), Bäume gepflanzt (Götterbaum im Kurpark), Meilensteine gesetzt, Gastgeschenke ausgetauscht, soziale Zwecke unterstützt, Ehrungen vorgenommen.

Preise und Auszeichnungen

Bereits 1978 erhielt die Städtepartnerschaft den „Prix France-Allemagne“ vom französischen Staatspräsidenten . 1987 folgte die Verleihung der Europafahne durch den Europarat. Der Vorsitzende des Cannetaner Partnerschaftsvereins, Gaston Fischesser (1973 – 2002), wurde 1997 zum Ehrenbürger Königsteins ernannt und gemeinsam mit seiner Frau Jacqueline 2010 mit der Ehrenurkunde der Stadt Königstein ausgezeichnet.

Der Vorsitzende des Königsteiner Förderkreises (seit 1987); Dr. Reinhard Siepenkort, erhielt 2008 die Medaille d’Or der Stadt Le Cannet und gemeinsam mit seiner Frau Marie-Charlotte 2011 den Ehrenbrief des Landes Hessen. Der Förderkreis selbst verlieh seine deutsch-französische Freundschaftsmedaille an Persönlichkeiten, die sich besonders um die Städtepartnerschaft verdient gemacht haben.

Sympathien und Freundschaften

Die tiefer gehenden Verbindungen liegen jedoch in den Sympathien und dauerhaften Freundschaften, die durch die Städtepartnerschaft zwischen den Menschen entstanden sind. Vor allem ist es das Engagement der Mitglieder in den Partnerschaftsvereinen und deren Komitees, die sich unermüdlich mit Herz und Verstand einbringen, Kontakte pflegen und großzügig Gastfreundschaft gewähren. Ihnen gebührt großer Dank.

…bis hin zur Ehe!

Unsere Städtepartnerschaft führte sogar zu einer Eheschließung zwischen Reinhard Danielzik aus Schneidhain und Patricia Galfré aus Le Cannet. Beide leben heute glücklich mit zwei Kindern im nahen Usingen.

In einem weiteren Fall kam indirekt durch uns eine französische Ehe zustande, indem der Praktikant Michel Gabillard aus Le Cannet, den wir nach hier vermittelt hatten, dann in Köln seine Ehefrau Marie-Dominique aus Grenoble kennen lernte. Er arbeitet heute für eine deutsche Firma.

Unsere Aktivitäten

Über unsere Geschichte haben sich ganz selbstverständlich, oft “wie von allein” viele unterschiedliche Aktivitäten gebildet, die wir wiederholt durchführen.

Anlass zu Festen und Feiern gibt es alljährlich, die unermüdliche Jugendarbeit ist ein Grundpfeiler unseres Miteinanders und Aktivitäten in Sport, Kultur, Sprache, Musik oder kulinarische Erlebnisse werden immer wieder von engagierten Mitgliedern angestoßen.

Jugendaustausche

Jugendaustausche erfolgen in beide Richtungen: Ferien im jeweils anderen Land mit der dortigen Jugendgruppe oder in Familien, Austausche von Schulen, Fußballturniere, Teilnahme am Cannetaner Dichterwettbewerb „Cigale Poétique“ oder Zeltlager der Pfadfinderorganisationen. Auch der Praktikantenaustausch hilft, Berufserfahrung mit der fremden Sprache zu verbinden.

Sprachkurse

Wichtigstes Mittel zum Verstehen und Verständnis ist die Sprache. Deshalb haben wir noch in unserer Gründungszeit Sprachkurse in verschiedenen Stufen eingerichtet, offen für jedermann. Diese Kurse mit ehrenamtlichen Lehrern erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, sie zogen sich durch all die Jahre wie ein roter Faden.

Feste und Treffen

Alle fünf Jahre feiern wir in beiden Städten unsere Jubiläen, mitunter in richtig großem Stil wie zum 25-jährigen oder 50-jährigen Jubiläum. Dazu kommen Burgfest in Königstein, Bierfest in Le Cannet, Neujahrsempfang, Europatag, Weihnachtsmarkt, Lavendelfest und mehr – immer wieder auch mit Ehrungen.

Musik ohne Grenzen

Musik ohne Grenzen ist die völkerverbindende Sprache in zahlreichen Chor- und Orchesterkonzerten im Gastland. Das Konzert des Auswahlorchesters der Königsteiner Gymnasien mit dem Chor in Rocheville ist ebenso unvergessen wie die Klavierkonzerte des Pianisten York Hardy Rittner in beiden Städten.

Kunst

Königsteiner Maler stellen in Le Cannet aus, dortige Künstler halten Ausstellungen in Königstein. Das Museum Pierre Bonnard in Le Cannet ist ein junger Beziehungspunkt. Dazu kommen Workshops von Canettaner und Königsteiner Tanzschulen.

Sport

Im Sportsektor gibt es immer wieder Begegnungen. Tennis- und Karateclubs haben Turniere ausgetragen, wir haben Erfolge von Radsportlern gefeiert, die „Tours de Jumelage“, oder auch den sechswöchigen Fußmarsch von Anton Wermter zwischen den Partnerstädten 1979. Wermter wurde dafür zum Ehrenbürger von Le Cannet ernannt.

Wanderungen

Eine andere Art der intensiven Verständigung sind die deutsch-französischen Wander- und Kulturwochen geworden. Wandernd begegnen sich die Partner leger und lernen sich so leichter verstehen. Die Wochen finden abwechselnd in Frankreich und Deutschland in verschiedenen Regionen statt und erfreuen sich großem Interesse.

Busreisen

Busreisen nach Frankreich geben immer wieder Gelegenheit, sich intensiv mit Kunst und Kultur, mit Landschaft und Lebensart unseres Nachbarlandes zu beschäftigen. Auch durch diese Reisen ist bei den Königsteinern das Bewusstsein tief verwurzelt, dass wir großartige Nachbarn haben, die wir immer näher kennenlernen wollen.

Kulinarische Genüsse

„Kulinarische Wege und Umwege nach Le Cannet“, so heißen herbstliche Probierabende, die der Förderkreis mit französischem Wein, Käse und Oliven alljährlich veranstaltet. Gelegentlich wird auch nach französischen Rezepten gekocht und anschließend kulinarisch getafelt, bisweilen sogar von Cannetaner Profiköchen.