Zum 30. Mal hatte der Förderkreis der Städtepartnerschaft mit Le Cannet für Freitag, den 7. November zu seiner traditionellen Wein- Käse- und Olivenprobe geladen – und die Mitglieder und Gäste des Vereins ließen sich nicht zweimal bitten. Die Nachfrage nach dieser aus dem Jahresprogramm des Vereins nicht mehr wegzudenkenden Veranstaltung war so groß, dass statt des Foyers im Haus der Begegnung der große Saal gewählt wurde. An den von Dagmar Reuter liebevoll gedeckten und herbstlich dekorierten Tischen konnte der Vorsitzende des Förderkreises der Städtepartnerschaft, Alexander Hees, über 100 Liebhaber von Wein, Käse und Oliven, darunter viele Vertreter der Königsteiner Vereine, der Politik sowie der Presse, begrüßen.
Eine Fülle an Fakten zu Herkunft, Anbau und Gehalt der Weine, raffiniert ergänzt durch jeweils passenden Käse und ausgewählte italienische Oliven aus Apulien wurde den Besuchern an diesem Abend geboten. Die „vinologisch-kulinarischen Wege nach Le Cannet“ führten in diesem Jahr durch das Loiretal.
Sechs Weißweine und zwei Rotweine
Sechs Weine, vier Weiß- und zwei Rotweine, hatte Dr. Reinhard Siepenkort ausgesucht, die er mit großer vinologischer Begeisterung präsentierte. Von dem gradlinigen „Mabel de la Roche“, einem Touraine AOP, über einen frischen „Reuilly AOC“ mit floralen Aromen bis hin zu einem „Sancerre AOC“ mit mineralischer Würze. Absoluter Höhepunkt war aber der „Château de Tracy“ ein großer Savignon Blanc. Die zwei Rotweine, der „Saumur AOC“ und der „Chinon les Batteraux AOP“, konnten mit den grandiosen Weißweinen nicht ganz mithalten, fanden aber bei den Gästen ebenfalls sehr großen Anklang.
Damit alle WKO-Liebhaber auch genau verfolgen konnten, wo sich die einzelnen Weingüter befinden, hatte Etienne Danielzik, Sohn der 2. Vorsitzenden Patricia Galfré-Danielzik, eine den Vortrag begleitende Power-Point Präsentation entworfen.
Vier passende Käse
Marie-Charlotte Siepenkort hatte passend zu den angebotenen Weinen vier Käse ausgesucht. Einen „Picandou“ aus Ziegenmilch aus dem Périgord, einen „Délice de Bourgogne“ aus Kuhmilch, einen „Coeur de Neufchâtel“ aus der Normandie in Herzform, den das Ehepaar Töllner direkt von dort mitgebracht hatte. Während den einen dieser Käse zu „streng“ schmeckte, waren viele andere sehr begeistert. Als „Käsehöhepunkt“ galt allen unisono der 24 Monate gereifte „Comté“, ein Hartkäse aus Kuhmilch. Wie Frau Siepenkort fachmännisch ausführte ist dieser Käse seit dem 12. Jahrhundert bekannt, hat eine goldgelbe Farbe und die fehlenden Löcher zeugen von seiner exzellenten Qualität. Passend zu dem Käse wurde südfranzösisches Steinofen-Baguette gereicht. Die Teilnehmer lernten von Frau Siepenkort, dass „Käse nicht nur ein Genuss, sondern eine Schule des Lebens“ ist.
Zwei schmackhafte Oliven
Was wären Wein und Käse ohne Oliven? Hanne Brill hatte auch dieses Mal wieder mit den zwei von ihr vorgestellten Olivensorten die richtige Wahl getroffen. Routiniert stellte sie die große grüne, saftig fruchtige „Bella di Cerignola“ vor, die eine der ältesten Sorten in Apulien ist. Die kleine, violette sehr schmackhafte „Peranzano“ Olive wurde im 18. Jahrhundert nach Frankreich eingeführt.
Alle drei Protagonisten begeisterten mit großem Fachwissen und vielen interessanten Informationen rund um Wein, Käse und Oliven. Ihnen wurde von den Teilnehmern mit großem Beifall gedankt.
Alexander Hees dankte den vielen Helferinnen und Helfern
Auch die vielen Helferinnen und Helfer müssen an dieser Stelle erwähnt werden. Die Jugendgruppe des Vereins, „Le Cannet Jeunesse“, unter ihnen drei ehemalige Lavendelköniginnen, waren für den Ausschank der vorgestellten Weine verantwortlich. Die fleißigen Hände von Annette Hogh, Eva Seyfried und Elfriede Thiemeyer halfen Marie-Charlotte Siepenkort beim Belegen und Dekorieren der Käseteller. Erwähnt werden müssen auch noch die beiden Mitarbeiter des Haus der Begegnung, die den ganzen Abend zugegen waren und für die Technik und den Service sorgten.
Bevor der Abend in gemütlicher Runde ausklang, dankte Alexander Hees den „Hauptakteuren“ mit kleinen Präsenten.
Sichtlich erfreut und stolz stellte er fest, dass der Verein so viel Unterstützung durch die Mitglieder erfährt. Ein ganz großes „MERCI“!








































































